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aspekte on tour vom 27. Juli 2018

Kulturstreifzug durch Bayern

Kultur | aspekte - aspekte on tour vom 27. Juli 2018

u.a.: 100 Jahre Freistaat, Bayern und die Tradition, Weltstars an der Bayerischen Staatsoper, ein ungewöhnlicher Heimatfilm, Mundart-Rap, Hochkultur in der Provinz, im Gespräch: Kabarettistin Luise Kinseher, Theatermacher Matthias Lilienthal

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.07.2019, 23:59

Der „Freistaat Bayern“ wird in diesem Jahr 100 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag und sich selbst. Anlass für aspekte, den Blick einmal gezielt auf  den Südosten der Republik zu richten und das Bundesland und seine Kultur in einer On-Tour-Sendung zu erkunden.

Moderatorin Katty Salié ist in ganz Bayern unterwegs – von Franken bis zur Zugspitze, von der Landeshauptstadt bis in die hintersten Winkel im Bayerischen Wald. Den musikalischen Rahmen dieser aspekte on tour - Sendung setzen die Musiker Loisach Marci – mit Alphorn und E-Gitarre und natürlich vor spektakulärer Kulisse.

100 Jahre Freistaat - die Bayern und ihre Traditionen

Den „Freistaat“ Bayern hat vor 100 Jahren kein Bayer, sondern ein zugereister Preuße ausgerufen: der Schriftsteller und Journalist Kurt Eisner. Ein großes Denkmal haben sie ihm dafür nicht gesetzt – den Begriff „Freistaat“ im Lauf der Jahrzehnte jedoch mit großer Bedeutung aufgeladen. Ging es ursprünglich um die Freiheit von der Monarchie, die Gründung eines demokratischen Staates, steht der Titel heute eher für den Anspruch auf eine Sonderrolle Bayerns im Gefüge der Bundesrepublik.

„Mythos Bayern – Wald, Gebirg‘ und Köngistraum“ – so ist die Landesausstellung im bayerischen Kloster Ettal zum Jubiläumsjahr überschrieben. Doch was hat es mit diesem „Mythos“ eigentlich auf sich? Wie ist es entstanden, das Bild vom urwüchsigen Bayern in Lederhose und Trachtenjanker und den feschen Madeln im Dirndl? Welche Rolle spielen Traditionen im 21. Jahrhundert und für die Generation „Internet“?

Die Bayerische Staatsoper zählt zu den besten der Welt

Aussenansicht der Bayerischen Staatsoper in München
Quelle: ZDF

Bayern ist nicht nur das größte Bundesland, es nimmt auch kulturell einen wichtigen Platz ein. Im Focus steht dabei vor allem die Landeshauptstadt München mit ihren bedeutenden Kunstmuseen und der Bayerischen Staatsoper. Das renommierte Haus ist nicht nur das größte im Lande, sondern auch „Opernhaus des Jahres“. aspekte trifft dort drei Weltstars der Oper: Jonas Kaufmann, Christian Gerhaher und die Sopranistin Diana Damrau. Wie sehen sie das Haus? Was verbindet sie mit ihm? Alle drei gastieren immer wieder in München und alle drei stammen aus Bayern.     

Fragen zu Kultur und Politik in Bayern

Porträtaufnahme des Intendanten der Münchner Kammerspiele,  Matthias Lilienthal, in einer Werkstatt der Kammerspiele
Quelle: dpa

Die Münchner Kammerspiele, das städtische Vorzeigetheater, werden seit drei Jahren von einem „zugereisten“ Intendanten geleitet. Der erfolgreiche Berliner Theatermacher Matthias Lilienthal hat mit seinen progressiven Theaterideen hier keinen ungeteilten Beifall gefunden, nicht beim Publikum, nicht in der Kritik und schon gar nicht in der Politik. Sind die Bayern zu konservativ für zeitgenössisches Theater? aspekte-Moderatorin Katty Salié fragt Matthias Lilienthal nach seinen Erfahrungen und Einschätzungen.     

Kabarettistin Luise Kinseher als Bavaria hebt einen Bierkrug zum Anstoßen beim Starkbieranstich am Nockherberg
Quelle: dpa

Und wo im Herbst das Oktoberfest gefeiert wird, trifft sie die bayerische Schutzpatronin „Bavaria“. Kabarettistin Luise Kinseher hat die Figur über viele Jahre beim traditionellen Starkbieranstich auf dem Münchner Nockherberg als kritische Landesmutter verkörpert und den Politikern die Leviten gelesen. Welchen Einfluss hat politisches Kabarett und warum ist ausgerechnet in Bayern die Kabarettisten-Dichte so hoch? Darüber spricht Katty Salié mit Luise Kinseher.   

Nürnberg will Kulturhauptstadt Europas werden

Kaiserburg Nürnberg bei Sonnenaufgang
Quelle: dpa

München stellt kulturell alle anderen bayerischen Städte in den Schatten. Das soll sich ändern. Zumindest für Nürnberg. Die Frankenmetropole, mit über 500.000 Einwohnern immerhin zweitgrößte Stadt im Freistaat, bewirbt sich für 2025 als „Kulturhauptstadt Europas“. Wurde die Stadt von außen bislang überwiegend in Bezug auf ihre Vergangenheit wahrgenommen - positiv als bedeutendes kulturelles Zentrum im Mittelalter und der Renaissance, negativ als  „Stadt der Reichsparteitage“ während der NS-Zeit - , wollen die Nürnberger diesen Bildern nun eine zukunftsorientierte Erzählung hinzufügen. aspekte fragt, mit welchen Ideen und Projekten die Stadt ins Rennen geht.     

Kultur in der Provinz?

Spannende Kulturprojekte finden sich auch abseits der großen Städte und neue Ideen entstehen häufig gerade in der als „langweilig“ verschrienen Provinz.

Konzerthaus in Blaibach bei Nacht
Ein rätselhafter Kubus mitten im Dorf - das Konzerthaus in Blaibach bei Nacht Quelle: ZDF / Monika Unkelbach

Ein Beispiel dafür ist das Konzerthaus Blaibach, einer kleinen Gemeinde im Bayerischen Wald. Mitten im alten Ortskern ragt es wie eine gekippte Schuhschachtel aus dem Boden und lockt mit einer sensationellen Akustik und Konzerten hochrangiger Musiker Klassik-Begeisterte in den entlegenen Winkel in der Oberpfalz. Die Idee dazu hatte der Sänger Thomas E. Bauer, der selbst in der Nähe aufgewachsen ist. aspekte-Moderatorin Katty Salié trifft ihn zum Gespräch vor Ort.    

Das Rapper-Duo "dicht & ergreifend": George Urquell und Lef Dutti (Doppelporträt)

Dass Bayern musikalisch mehr zu bieten hat, als Blasmusik, beweisen auch die Rapper „dicht & ergreifend“ aus Niederbayern. George Urquell und Lef Dutti sind in der Nähe von Dingolfing aufgewachsen und rappen in ihrer „Muttersprache“. aspekte fragt, warum sie sich dazu entschieden haben und wie sie sich und ihre Musik in Bayern und darüber hinaus verstehen.

Szene aus dem Film Landrauschen: Toni und Rosa entspannen auf der Wiese

Einen „Heimatfilm“ hat die junge Regisseurin Lisa Miller gedreht und damit beim letzten Max-Ophüls-Festival gleich zwei Preise gewonnen – für das beste Drehbuch und als bester Film. „Landrauschen“ erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die nach ein paar Jahren aus Berlin in ihr Heimatdorf zurückkehrt: Bubenhausen ein 600-Seelen-Ort in Bayrisch-Schwaben. Bubenhausen gibt es wirklich und Katty Salié verabredet sich mit der Filmemacherin am Ort des Geschehens zu einem Gespräch über den aktuell so strapazierten Begriff Heimat.

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