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aspekte vom 28. Februar 2020

Katty Salié und Jo Schück mit den Highlights der Berlinale

Hillary Clinton stellt auf der Berlinale die Mini Serie "Hillary" vor.

Hillary Clinton in Berlin - Dokumentation auf dem Festival; Helen Mirren im Gespräch - Ehrenbär fürs Lebenswerk; Heimat Deutschland - Neue Filme zur Stimmung im Land; 70 Jahre Berlinale - Ein Rückblick

Sendetermin:
Im TV-Programm: ZDF, 28.02.2020, 23:05 - 23:50
Datum:
Verfügbarkeit:
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Hillary Clinton in Berlin - Dokfilm auf dem Festival

Hillary Clinton – eine Frau des öffentlichen Lebens, gleichermaßen verehrt wie verachtet. Die Dokuserie Hillary zeigt durch die Verknüpfung privater und beruflicher Szenen ein umfassendes Porträt der ehemaligen First Lady und gescheiterten Präsidentschaftskandidatin. Interviews mit ihr, ihrem Mann sowie Freunden und Feinden geben dem Zuschauer die Möglichkeit sich ein eigenes Bild von Hillary Clinton zu machen.

Helen Mirren im Gespräch - Ehrenbär fürs Lebenswerk

Die britische Schauspielerin Helen Mirren.
Die britische Schauspielerin Helen Mirren
Quelle: Jens Kalaene/dpa/Archivbild

Ob Theater oder Kinoleinwand – Hellen Mirren ist eine der anerkanntesten Schauspielerinnen weltweit. Mit ihren kraftvollen Interpretationen und ihrer darstellerischen Bandbreite gewann sie zahlreiche Preise und ist seit 2007 Oscar-Preisträgerin für ihre Rolle in "The Queen". Sie begeistert mit Ausstrahlung sowie Ausdrucksstärke - und das in ganz unterschiedlichen Genres. Für ihr vielseitiges schauspielerisches Können und die beispielhafte Darstellung starker Frauen erhält sie in diesem Jahr den Goldenen Ehrenbär für ihr Lebenswerk.

Heimat Deutschland - Neue Filme zur Stimmung im Land

Welket Bungue (vorne) als Francis und Jella Haase als Mieze in einer Szene des Films "Berlin Alexanderplatz" (undatierte Filmszene).
Neuverfilmung "Berlin Alexanderplatz" von Burhan Qurbani
Quelle: DPA

Etliche Berlinale-Filme zeigen unsere Heimat Deutschland aus ganz verschiedenen Blickwinkeln: Der neu verfilmte "Berlin Alexanderplatz" aus der Sicht eines schwarzen Geflüchteten, "Exil" schaut mit den Augen eines voll integrierten Migranten aus dem Kosovo auf Deutschland - und in "Schlaf" wird die ländliche Heimatidylle zum blanken Alptraum. Was sagen Filmemacher – mit und ohne Migrationshintergrund – zum Zustand unseres Landes nach dem Thüringen-Skandal, dem rechtsextremistischen Mord an Walter Lübke und nach den rassistischen Anschlägen in Halle und Hanau? Kann ein Land, in dem solches geschieht, noch Heimat sein? Eine gespaltene, erschütterte Gesellschaft – und Stimmen von den Regisseuren Burhan Qurbani und Sebastian Schipper, der dieses Jahr zur Berlinale Amnesty-Jury gehört.

Aufregung im Kinosessel - Bilanz der besonderen Filme

Was sind die aufregendsten, außergewöhnlichsten, originellsten Filme im Berlinale-Wettbewerb? Was sind die Kinogeschichten, die uns begeistert, uns überrascht oder verzaubert haben? Was sind die wichtigsten Bären-Favoriten, schlimmsten Machwerke und größten Überraschungen? aspekte schlägt eine Schneise durch das Raunen der Kritiker und hat ein paar Vorschläge für herausragende Filmleistungen.

70 Jahre Berlinale - Ein Rückblick

Die Berlinale feiert 70. Geburtstag – ein Rückblick auf sieben Jahrzehnte roter Teppich, Stars und Sternchen im Blitzlichtgewitter, Filme und Geschichten aus aller Welt könnte so heiter sein, wäre das Spektakel nicht durch aktuelle Enthüllungen getrübt. Gerade im Jubiläumsjahr kam der Skandal um Alfred Bauer ans Tageslicht. Der Gründer und langjährige Berlinale-Leiter war zuvor aktives SA-Mitglied und bis Kriegsende an herausgehobener Stelle im Filmgeschäft von Hitlers Propaganda-Minister Goebbels tätig gewesen. Doch schon kurz danach hatte er seine Biografie durch Verheimlichen und Kleinreden aufpoliert. Und so wirklich wissen wollte man es damals offenbar auch nicht. Noch eine Herausforderung für die neue Berlinale-Doppelspitze. Aber die Show muss ja bekanntlich weitergehen.

Smartphone-Doku: "Saudi Runaway"

Eine junge Frau nimmt uns mit hinter die verschlossenen Türen Saudi-Arabiens. Wenige Wochen vor der angesetzten Hochzeit stellt sie fest, dass ihr Reisepass schon bald abläuft. Überzeugt davon, dass die Männer, die ihr Leben bestimmen - ihr Vater und ihr künftiger Ehemann -, einer Verlängerung nicht zustimmen würden, beginnt sie ihre Flucht zu planen. Nur mit der Kamera ihres Smartphones dokumentiert sie, was ihr vor die Linse kommt und gewährt uns Zuschauern einen Einblick in eine verschleierte Welt sowie die dort verbreiteten Ansichten.

Encounters - ein neuer Wettbewerb

Die 70. Internationalen Filmfestspielen bringen eine neue Wettbewerbs-Sektion mit. "Encounters" soll die Einzigartigkeit der Filme hervorheben. Mit ästhetischen und formal ungewöhnlichen Formaten werden zukünftige Perspektiven gefördert und das Publikum herausgefordert. Mit dabei Werke wie "Nackte Tiere", "Malmkrog" oder "The Works and Days". Die neue Sektion soll starre Erzählmuster aufbrechen und einer Vielfalt an narrativen und dokumentarischen Formen Raum bieten und wird so zu einem Treffpunkt von Filmemachern und Zuschauern. Eine Visitenkarte der neuen Berlinale-Leitung.

Im Wettbewerb: "The Roads Not Taken" mit Javier Bardem

Sally Potter, Javier Bardem, Elle Fanning und Salma Hayek präsentieren ihren Film "The Road Not Taken" auf der Berlinale 2020
Sally Potter, Javier Bardem, Elle Fanning und Salma Hayek
Quelle: reuters

"The Roads Not Taken" handelt von Lebenswegen, begangenen und mehr noch den nicht begangenen. Es umspannt einen sehr emotionaler Tag im Leben von Leo, einem in die Jahre gekommenen Schriftsteller – überragend gespielt von Javier Bardem - und dessen Tochter Molly (Elle Fanning). Leo ist dement – und traumwandelt, mäandert neben seinem nicht mehr allein zu meisternden 'real life' in New York City gleichzeitig in zwei vergangenen Leben. In einem ist er unterwegs in Mexiko, mit der vielleicht großen Liebe seines Lebens (voller Power gespielt von Salma Hayek), im anderen sucht Leo kreative Einsamkeit auf einer griechischen Insel. Gleichzeitig verängstigt beim Zahnarzt in New York und über leeren Seiten in der Ägäis brüten; gleichzeitig unnahbar, abwesend zu sein und sich doch so sehr - und nahezu nonverbal - nach Wärme sehnen, das schafft so nur Bardem. Seinen Titel verdankt der Film von Star-Regisseurin Sally Potter dem berühmten Gedicht "The Road not taken" des US-Autors Robert Frost – es ist mehr als 100 Jahre alt und handelt vom vermeintlichen freien Willen. Es 'spricht' mit allen, die über ihre gegangenen und nicht gegangenen Wege reflektieren - und wer täte das nicht? Es ist ein Film über das Verhältnis von Schicksal und Entscheidungen, nicht zuletzt auch ein Film über Respekt und Würde.

  • Moderation - Katty Salié, Jo Schück
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