aspekte am 29. September 2017

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte am 29. September 2017

Mit Rechten reden? Herausforderung für die Kulturszene; Staatsoper in Berlin -Wiedereröffnung nach sieben Jahren; "Welt-Theater" in Bremen - Große Max-Beckmann-Ausstellung; Han Kang: "Menschenwerk" - Neuer Roman der Booker-Preisträgerin; Im Gespräch: …

Beitragslänge:
43 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.09.2018, 23:59

Mit Rechten reden?

Herausforderung für die Kulturszene

Die Deutschen haben gewählt und sowohl Empörung als auch Ratlosigkeit sind groß. Die national gesinnte AfD ist drittstärkste Kraft im deutschen Parlament. Aber: wie umgehen mit den Rechtspopulisten im Reichstag? Ignorieren? "Klare Kante"? Konstruktives Demaskieren? Der Historiker und Autor Nils Minkmar rät, sich den Konflikten zu stellen, die Verschwörungstheorien zu entkräften: "Keine Angst vor der AfD!" Und die Kultur? "Sie kann kritisch hinterfragen, ein anderes Modell vorstellen", meint Schriftstellerin Nora Bossong, "und zeigen wie fantastisch Vielfältigkeit ist." Bossong, Minkmar und weitere Kulturschaffende analysieren die neuen Herausforderungen nach der Wahl.

Gast & Musik im Studio

Im Gespräch: Theaterregisseur Falk Richter

Auf der aspekte-Bühne: Romano mit "Mutti". Exklusiv für aspekte online singt Romano im Anschluss der Sendung "Anwalt".

Staatsoper in Berlin

Wiedereröffnung nach sieben Jahren

"Dich, teure Halle, grüß' ich wieder". Teuer ist die Sanierung der Berliner Staatsoper in der Tat geworden. Bei Baubeginn waren es noch 239 Millionen Euro, inzwischen sind daraus 400 Millionen geworden. Die Schlussrechnung liegt noch nicht auf dem Tisch. Immerhin eines ist offiziell: Das Eröffnungsdatum. Am 3. Oktober hebt sich der Vorhang für die erste szenische Produktion Unter den Linden: Robert Schumanns "Faust Szenen". Das Ganze nennt sich "Präludium". Denn gleich danach schließt die Oper wieder für zwei Monate, um die Stücke aus dem Schiller Theater ins größere Staatsopern-Format einzupassen, und die letzten baulichen Nachbesserungen vorzunehmen. Der Regelbetrieb beginnt dann am 7. Dezember. Ein symbolisches Datum, denn am 7. Dezember 1742, also vor genau 275 Jahren, wurde die damalige Königliche Hofoper eröffnet. Doch auch bis zum 3. Oktober gibt es noch viel zu tun. Nur wenige Wochen vor der Eröffnung kann man sich kaum vorstellen, dass diese Baustelle rechtzeitig fertig werden wird. Es geht voran - wir begleiten die letzte Bauphase, sprechen mit Musikern, Handwerkern und dem künftigen Intendanten Matthias Schulz sowie mit Generalmusikdirektor Daniel Barenboim.

Han Kang: "Menschenwerk"

Neuer Roman der Booker-Preisträgerin

Han Kang: "Menschenwerk"
Quelle: Aufbau Verlag

Wenn es Literatur gibt, die existenzielle Gewalterfahrung auf so eindringliche Weise vermittelt, dass man meint, unmittelbar am Schauplatz unmenschlichen Geschehens Augenzeuge zu sein, dann ist es dieses Buch: "Menschenwerk" von Han Kang. Die Autorin beschreibt, was die Gewaltexzesse der Militärjunta 1980 in Süd-Korea bei der Niederschlagung der Studenten-Demonstrationen von Gwangju mit Menschen bis heute machen. Der Roman ist ein unter die Haut gehendes Plädoyer für Menschlichkeit, für Mut im Angesicht von brutaler Gewalt und für Herzenswärme. Nach Han Kangs vieldiskutiertem Meisterwerk "Die Vegetarierin" also erneut ein Buch von radikaler Hellsichtigkeit. aspekte trifft die Schriftstellerin am Schauplatz des Massakers in Gwangj.

"Welt-Theater" in Bremen

Große Max-Beckmann-Ausstellung

Theater, Zirkus und Varieté waren für den deutschen Maler Max Beckmann (1884-1950) Schauplätze menschlicher Beziehungen. Diese zentralen Motive im Werk des expressiven Figurenmalers sind ab 30. September Thema der Ausstellung "Max Beckmann. Welttheater". Die Kunsthalle Bremen zeigt mehr als 150 Werke, darunter prominente Leihgaben aus den USA, Großbritannien und der Schweiz. Zu den Höhepunkten zählen - neben dem "Apachentanz" der Kunsthalle Bremen - die Triptychen "Argonauten" und "Schauspieler" aus den USA und ein "Selbstbildnis als Clown" aus Wuppertal. Beckmann, von den Nationalsozialisten verfolgt, fühlte sich als Theaterdirektor, Kulissenschieber und Regisseur - als ein Außenseiter, der den Menschen den Spiegel vorhält.

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