aspekte vom 7. Juli 2017

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte vom 7. Juli 2017

G20 und der kreative Protest - der Aufstand gegen die Mächtigen; Wie wollen wir leben? Studie über Deutschlands Zukunft; Theaterfestival in Avignon - Wie politisch muss Theater sein?; Gast: Jutta Allmendinger, WZB; Live: Faber

Beitragslänge:
44 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.07.2018, 23:59
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2017

G20 und der kreative Protest

Der Aufstand gegen die Mächtigen

Die Aktion "1000 Gestalten" betrachtet von Jo Schück am 5.7.2017 in Hamburg
Spooky: Jo Schück und "Gestalten" am 5.Juli in HH. Quelle: ZDF

Grau verkrustete Menschen schleppen sich durch Hamburg, bis sie ihre Masken abwerfen, ausbrechen und mit neuem Elan loslaufen. Ein künstlerischer Aufruf zu mehr politischer Aktivität. Der kreative Protest gegen die mächtigsten Staatschefs nimmt dieser Tage vielfältige Gestalt an. Musiker und Künstler lesen aus Protestschriften. In der ehemaligen Fabrik auf Kampnagel findet ein Protest-Festival statt. Jo Schück fühlt der Stimmung des Protests nach.

Studie über Deutschlands Zukunft

Wie sollte es aussehen, das Land, in dem wir gerne leben würden? Und wie gespalten ist unsere Gesellschaft heute? Können wir uns überhaupt noch auf eine gemeinsame Vision einer besseren Welt einigen? Und wie sähe die aus? Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), hat dies in einer groß angelegten "Vermächtnisstudie" erforscht. Und zwar mit einer ungewöhnlichen Methode: Sie hat die Probanden nicht nur Fragen beantworten lassen, sondern sie mussten auch schnuppern, Dinge ertasten und Klänge hören. Die Idee dahinter: Nicht nur intellektuelle Leistungen fließen in das ein, was wir künftigen Generationen weitergeben wollen, sondern eben auch unsere Gefühle. Und um diese wachzurufen, zum Beispiel die Erinnerungen aus unserer Kindheit, hilft es manchmal, an Heu zu schnuppern. Die Ergebnisse der Studie – finanziert von der Wochenzeitung 'Die Zeit', WZB und infas – sind nun in dem Buch "Das Land, in dem wir leben wollen" bei Pantheon erschienen. Darin zeigt sich: Das Land unserer Träume unterscheidet sich gar nicht so sehr von dem Land, in dem wir bereits leben. Oder fehlt uns womöglich einfach die Phantasie für große Visionen?

Gast und Musik im Studio

Gesprächsgast: Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, über das Land, in dem wir leben wollen

Auf der aspekte-Bühne: Faber mit seinem Song "Alles Gute"

Theaterfestival in Avignon

Wie politisch muss Theater sein?

Das Theaterfestival in Avignon setzt dieses Jahr (vom 6.-22. Juli) seinen Schwerpunkt verstärkt auf politische Inhalte. "Die Zeiten, in denen wir leben, sind zu schwer, um Kunst zu schaffen, die nur dekorativ ist", erklärte der Leiter des Festivals Olivier Py sein Programm. Zwei Monate nach den Wahlen in Frankreich und zwei Monate vor den Wahlen in Deutschland ist es Zeit, einen Blick auf das Festival und die Stimmung in Frankreich zu werfen.

Mit Simon Strauß durch die Nacht

Roman-Debüt eines Theaterkritikers

Simon Strauß, Sohn des Dramatikers Botho und aufstrebender Theaterkritiker im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat sein erstes Buch geschrieben: über sieben wilde Nächte, in denen sich der Erzähler S. den sieben Todsünden hingibt – eine Art Initiationsritual oder Reifeprüfung vor seinem 30. Lebensjahr, an der Schwelle des endgültigen Erwachsenwerdens. Simon Strauß' Debüt "Sieben Nächte" ist ein anspielungsreiches Buch über die Ängste eines jungen Menschen vor dem Ende des freien Lebens, über die Sehnsucht nach einem intensiveren Leben und die große Frage, wie ein gutes Leben und eine bessere Welt abseits ausgetretener Pfade möglich sind.

Simon Strauß liest: 13.07.2017 Berlin, Ocelot - 19.07.2017 Frankfurt am Main, AusstellungsHalle 1A

Aris Quartett: Die fantastischen Vier

Ein Streichquartett auf Erfolgskurs

Vier Musiker, alle um die Zwanzig, gründen 2009 ein Streichquartett, so als ob es nicht schon genug Streicherensembles gäbe. Doch ihnen, dem Aris Quartett, gelingt ein kleines Wunder: ein rasanter Aufstieg in nur wenigen Jahren. Sie gewinnen namhafte Preise, bespielen inzwischen die großen Musikfestivals, geben mehr als hundert Konzerte pro Jahr. Mit ihrem roten Citroen touren sie durch Europa und können sich für ihr Leben nichts anderes mehr vorstellen. 100 Prozent Musik plus totale Leidenschaft ist ihr Motto. Eine Fachzeitschrift nannte sie ein "Ensemble, dem die Zukunft gehört". Ein Treffen mit den von der Kritik gefeierten Twens in freier Natur - an einem Alpensee.

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