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aspekte vom 8. Februar 2019

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Vorbereitungen zur 69. Berlinale

Kultur | aspekte - aspekte vom 8. Februar 2019

Berlinale Reportage - Filmstars und Festivalhighlights; Kindesmissbrauch in der Kirche - François Ozons Film "Grace á Dieu"; Frauenpower im Wettbewerb - Über Macht und Selbstoptimierung; Jonas Dassler als Frauenmörder - Portrait eines …

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Berlinale Reportage

Filmstars und Festivalhighlights

Zur Eröffnung der Berlinale: die ersten Highlights und herausragenden Themen des diesjährigen Filmfests. In der Abendsonne seiner Ära als Festival-Direktor schaut Dieter Kosslick im Wettbewerb mehr denn je in die Zukunft: Auf die Perspektiven junger Leute vor allem, die sich in dieser nicht einfacher werdenden Welt orientieren müssen - während Netflix auch bei der Berlinale einen Fuß in der Tür hat und man sich fragt: Ist das bald das Ende der Lichtspieltheater und ihrer Festivals? Jo Schück trifft die Jurypräsidentin Juliette Binoche, die Regisseurin des Eröffnungsfilms der 69. Berlinale Lone Scherfig und zahlreiche weitere Filmemacherinnen – also viele Frauen. Diese geballte Frauenpower ist ein Thema für sich.

Kindesmissbrauch in der Kirche

François Ozons Film "Grace à Dieu"

Bis zuletzt war unklar, ob der Film von François Ozon "Grace à Dieu" am Freitag Weltpremiere in Berlin feiern kann. Der Film untergrabe die Unschuldsvermutung, so steht es im Eilantrag der Anwälte jenes Priesters, dessen Geschichte der Film erzählt. Es ist die wahre Geschichte des Priesters Bernard Preynat und seiner Opfer - fast 70 Kinder, die in den 70er Jahren von ihm teils schwer missbraucht wurden. Der Film erzählt, wie von der katholischen Kirche versucht wurde, die Taten zu vertuschen - und wie erst Jahrzehnte später, nämlich 2015, der Priester seines Amtes enthoben wurde. Fast alle Namen in Ozons Film sind die echten Namen, nur manche Opfer hat er anonymisiert. Und: Ozon erzählt die Geschichte, noch bevor der Prozess gegen Père Preynat begonnen hat. Das ist radikal und problematisch in einem Rechtsstaat. Der Schmerz der Opfer ist das einzige Urteil, das dieser Film zulässt. In seinem einzigen deutschen TV-Vorabinterview erklärt Ozon, warum er den Prozess nicht abwarten will - und warum er einen Film gemacht hat über den wahren Fall des Priester Preynat, den in Frankreich jeder kennt, und der in vielem zum Symbol geworden ist für die ungeheuerlichen Dimensionen des Kindesmissbrauchs in der katholischen Kirche.

Gast und Musik in der Sendung

Auf der aspekte-Bühne: Alice Merton mit "Why so serious"

Im Gespräch: Regisseurin Marie Kreutzer und Hauptdarstellerin Valerie Pachner zu ihrem Wettbewerbs-Film "Der Boden unter den Füßen"

Jonas Dassler als Frauenmörder

Portrait eines Verwandlungskünstlers

Er ist 22 Jahre alt und zählt zum gefragtesten deutschen Schauspielnachwuchs: Jonas Dassler. Spätestens seit seiner fulminanten Darstellung des Verräters Eric in Lars Kraumes "Das schweigende Klassenzimmer" im vergangenen Jahr ist er auf der Leinwand ganz oben angekommen. Es folgte die Hauptrolle als jugendlicher Blogger im Kinofilm "LOMO", die ihm mehrere Preise einbrachte, darunter den Bayerischen Filmpreis. Mit seiner Nebenrolle in Florian von Donnersmarcks "Werk ohne Autor“ geht er mit dem Cast ins Rennen um den diesjährigen Oskar. Er gehört zur festen Besetzung der ZDF-Serie "Die Protokollantin". In Fatih Akins Berlinale-Wettbewerbsbeitrag "Der goldene Handschuh" verkörpert er den Frauenmörder Fritz Honka. Und natürlich reicht das nicht, denn Jonas Dassler ist darüber hinaus seit zwei Jahren festes Ensemblemitglied am Gorki Theater Berlin und dort in zahlreichen Produktionen zu sehen. - aktuell in der Hauptrolle in Oliver Frljic Inszenierung "Ein Bericht für eine Akademie" von Franz Kafka. Mit 17 Jahren hat er sich an der renommierten Hochschule für Schauspiel Ernst Busch beworben und wurde sofort genommen. Denn, so Dassler, "Schauspieler zu werden, war für mich die einzige Option." Gut so. Wir treffen Jonas Dassler dort, wo alles angefangen hat.

Von Dinoeiern und Dromedaren

Der mongolische Film "Öndög"

Ein Mordfall in der mongolischen Steppe. Eine Hirtin soll den Tatort bewachen. So resolut wie sie die Wölfe vertreibt, vertreibt sie auch den Nachbarn aus ihrem Leben. Sie hat ihre eigenen Zukunftspläne, die eng mit den Mythen ihrer Heimat verbunden sind … Der chinesische Regisseur Wang Quan’an hat auf der Berlinale schon mehrere Filme vorgestellt, mit "Tuyas Hochzeit" gewann er 2007 den Goldenen Bären. Mit "Öndög", den er wie fast alle seine Filme mit dem deutschen Kameramann Lutz Reitemeier gedreht hat, ist er im einmal mehr im Wettbewerb des Festivals vertreten.

Der Berlinalechef geht

Ein Rückblick auf die Ära Kosslick

Als Festivaldirektor hat Dieter Kosslick die Berlinale seit 2001 geleitet und geprägt. 2019 geht die Ära Kosslick zu Ende. Publikum und Politik zusammen zu denken, das ist Kosslicks Markenzeichen geworden. Er hat das politischste aller Filmfestivals weiter zugespitzt, unumstritten war er dabei nie. Aber die Fußspuren, die Dieter Kosslick in Berlin hinterlässt, sind groß.

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