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aspekte vom 8. März 2019

Moderiert von Katty Salié und Jo Schück

Kultur | aspekte - aspekte vom 8. März 2019

Komikerinnen auf dem Vormarsch - Worüber Frauen Witze machen; Frauenhass im Netz - Warum sogar Intellektuelle hetzen; Studiogast: Regisseurin Doris Dörrie mit ihrem neuen Film "Kirschblüten & Dämonen"; Live: Lou Doillon

Beitragslänge:
45 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.03.2020, 23:59

Kriegsreporterin mit Augenklappe

Filme über Marie Colvin

Sie wollte immer ein Stück näher dran sein, einen Moment länger vor Ort bleiben – auch, wenn es für sie selbst lebensgefährlich wurde. Die Frau mit der schwarzen Augenklappe und dem rauen Ton wollte Zeugnis ablegen, weil sie daran glaubte, die Welt verändern zu können. Wäre die amerikanische Journalistin Marie Colvin ein Mann – ihre Geschichte wäre schon vor Jahren von Hollywood auf die große Leinwand gebracht worden. Das vermutet die Schauspielerin Rosamunde Pike, die Colvin nun, sieben Jahre nach deren tragischen Tod, im Kino verkörpert. In dem Film "A Private War" spielt sie die legendäre Kriegsreporterin der britischen Sunday Times, die 2012 in Syrien ums Leben kam. Gleichzeitig erscheint auch eine Dokumentation: "Under the Wire" erhellt die dramatischen Umstände von Marie Colvins letztem Einsatz in Syrien und ihrem Tod durch gezieltes Bombardement des syrischen Regimes. Gehörte Marie Colvin mit dem Anspruch, ganz altmodisch "Zeugnis ablegen" zu wollen, zu den letzten ihrer Art? Über Frauen an der Front.

Was heißt Gastfreundschaft?

Gedanken einer Kosmopolitin

"Ich lade dich ein." Ein Satz, der Vorfreude weckt: auf einen anregenden Abend bei leckerem Essen und guten Gesprächen. Doch die berühmte Gastfreundschaft ist noch viel mehr als das – sie ist ein vielseitiges Geben und Nehmen, das Familie, Freunde und Fremde einschließt und in jeder Kultur etwas anders ist. Die in London geborene, in Kenia aufgewachsene und heute in Berlin lebende Autorin Priya Basil erzählt von den indisch-kenianischen Traditionen ihrer Familie, von einer unerwarteten Einladung zum Spargelessen und einer Massenspeisung in einem Sikh-Tempel mitten in Berlin. Sie hält ein leidenschaftliches Plädoyer für ein gastfreundliches Europa und lädt dabei immer wieder in ihre eigene Küche ein. Denn die besten Gespräche führt man bekanntlich an einem reich gedeckten Tisch: über Gott und die Welt, Politik und Kultur und über die Frage, ob es eigentlich bedingungslose Gastfreundschaft gibt.

Komikerinnen auf dem Vormarsch

Worüber Frauen Witze machen

"Sympathisch ist, wer auch mal über sich selbst lachen kann." Das ist wichtig – und gesund, so sagt man. Selbstironie sei aber auch ein Zeichen von Demut. Wir werfen den Blick auf die deutsche Comedyszene und fragen: Wie selbstironisch sind unsere Comedians? Gibt es da Unterschiede zwischen Männern und Frauen – und warum findet man "Selbstbeschämung" vor allem bei Frauen? Auffallend ist, dass weibliche Comedians häufig Witze über sich selbst machen, während ihre männlichen Kollegen gerne gegen Andere austeilen. Stimmt diese Beobachtung? Und wenn ja, was sagt diese Geschlechterdifferenz über unsere Gesellschaft und deutsche Comedy aus? Unsere Fachfrauen: Sophie Passmann, Carolin Kebekus und Maren Kroymann.

Zu Gast im Studio: Regisseurin Doris Dörrie

Mit ihrem neuen Film: "Kirschblüten & Dämonen"

Regisseurin Doris Dörrie
Quelle: dpa

Doris Dörrie hat es wieder getan. Sie ist nach Japan gereist, den ganz großen Fragen nach Sinn und Sein auf der Spur und hat daraus einen Film gemacht: "Kirschblüten & Dämonen". Diesmal hat sie eine deutsch-japanische Geistergeschichte im Gepäck, die um die wiederkehrenden Themen ihres Werkes Liebe, Verlust und Familienbeziehungen sowie die Schönheit, Grausamkeit und Poesie des Lebens kreist.

Auf der aspekte-Bühne:

Lou Doillon mit "Burn" und exklusiv online: "Too much"

Frauenhass im Netz

Warum sogar Intellektuelle hetzen

Es ist ein Phänomen aller "zivilisierten" Gesellschaften: Frauenhass, der sich in den sogenannten "sozialen" Netzwerken Bann bricht. Egal, ob man nach Deutschland, USA, Großbritannien oder jüngst Frankreich schaut - pöbelnde Männer rotten sich zusammen und überhäufen als einzelne aber auch als regelrechte Trolltruppen Journalistinnen, Politikerinnen, Bloggerinnen, Computerspielerinnen, die selbstbewusst eine eigene Meinung vertreten, mit Tiraden. Aus einem einzigen Grund: ihrem Geschlecht. Ein Blick auf eines der hässlichsten Phänome der nur scheinbar aufgeklärten Moderne.

Opernlegende Brigitte Fassbaender

Ihre zweite Karriere als Regisseurin

Der Hüter der Schwelle des Tempels (Caroline Nkwe), der Geisterbote (Ks. Tomohiro Takada), die Kaiserin (Agnieszka Hauzer), der Kaiser (Bradley Daley) und der Falke (Vigdis Bergitte Unsgård) in "Frau ohne Schatten" am Theater Kiel
"Die Frau ohne Schatten" am Theater Kiel, inszeniert von Brigitte Fassbaender
Quelle: Theater Kiel/Olaf Struck

Sie ist ein Weltstar, eine Legende der Oper, eine Frau mit fünf Karrieren. Als Mezzosopranistin setzte sie Maßstäbe, wurde ein Vorbild des Liedgesangs, dann Pädagogin und Intendantin und inszeniert seit 20 Jahren erfolgreich Musiktheater: Brigitte Fassbaender. Sie ist die erste Frau, die die großen Liederzyklen von Franz Schubert auf Schallplatte aufnahm und war insgesamt an über 250 CD- und Schallplattenaufnahmen beteiligt. Live trat sie an den großen Opernhäusern der Welt auf, an der Scala in Mailand zum Beispiel, der Metropolitan Opera in New York, der Wiener Staatsoper oder an der Opéra National de Paris. Bereits mit 56 Jahren hängte die 1939 in Berlin geborene Sängerin ihren Mezzo an den Nagel, kehrte der Oper dabei allerdings keineswegs den Rücken. Danach arbeitete sie als Regisseurin, Pädagogin, Festival-Leiterin und Intendantin weiter. Jetzt inszeniert sie in Kiel an der Oper "Die Frau ohne Schatten".

  • Moderation - Katty Salié, Jo Schück
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