Auf eine Friedenspfeife mit Karl May

Vor 100 Jahren starb der meistgelesene Schriftsteller der deutschen Literatur

Natürlich gehört der Islam zu Deutschland. Wer hätte daran je gezweifelt, der in Kindertagen im nächtlichen Schein einer Taschenlampe mit Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef durchs wilde Kurdistan gezogen ist? Karl May, das war schon immer mehr als Pierre Brice vor jugoslawischer Kulisse und deutsche Heimatfilme mit Fransenhemd und Materpfahl.

Karl May, um 1902
Karl May, um 1906 Quelle: Karl May Gesellschaft

#OFür Generationen deutscher Leser war Karl May der treuste Begleiter, die große Mythenmaschine aus Radebeul, der in seinem muffigen Arbeitszimmer die weite Welt bereiste.

Hochmoderner Bestsellerautor

Viel geschmäht, fast immer unterschätzt. Ein Trivialautor aus Großvaters Mottenkiste? Weit gefehlt. Erst jetzt, 100 Jahre nachdem Karl May in die ewigen Jagdgründe eingegangen ist, steht seine Himmelfahrt in den Klassikerolymp der deutschen Literatur bevor.

Karl May in seinem Arbeitszimmer
Karl May in seinem Arbeitszimmer Quelle: Karl May Gesellschaft

Wer sich die Mühe macht, hinter die Klischees zu blicken, kann einen hochmodernen Bestsellerautor entdecken, der schon früh sämtliche Register heutiger Vermarktungsmechanismen beherrschte.

Karl May-Biograf Prof. Helmut Schmiedt im Gespräch

200 Millionen Bände

Spannender noch als seine Romane war nur sein Leben selbst. aspekte folgt den verschlungenen Fährten eines Kleinkriminellen und Hochstaplers, der mit einer Gesamtauflage von 200 Millionen Bänden zum meistgelesenen Schriftsteller der deutschen Literatur wurde.

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