Das Hadern mit der Demokratie

Ungarns berühmte Philosophin Ágnes Heller

Am 15. März sind neue Großdemonstrationen der Regierungsgegner in Ungarn geplant. Seit 2010 regiert dort Ministerpräsident Victor Orban mit einer zwei Drittel Mehrheit im Parlament.

Ágnes Heller
Ágnes Heller Quelle: dpa

Mit einem neuen Mediengesetz hat er die Pressefreiheit eingeschränkt, unabhängige Richter in Pension geschickt - er will die Justiz mit eigenen Leuten besetzen, so seine Kritiker.

Geschichte nicht aufgearbeitet

Es stehe schlecht um Ungarn, sagt die berühmteste Philosophin des Landes, Ágnes Heller. Kaum eine andere ist so mit der Geschichte ihres Landes vertraut: Die 82-Jährige hat den Holocaust in Ungarn überlebt, war zunächst überzeugte Kommunistin, musste das Land aber in den Siebzigern verlassen. Sie lehrte in Melbourne und New York Philosophie - um nach der Wende 1989 hoffnungsvoll in ihr Land zurückzukehren.

Sie ist überzeugt: Ein Machtmensch wie Victor Orban ist in Ungarn möglich, weil die Geschichte nicht aufgearbeitet ist. Die Ungarn hadern mit der Demokratie. aspekte hat Aktivisten der Protestbewegung und Ágnes Heller in Budapest getroffen.

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