Der mit dem Elefanten spielt

Der schottische Videokünstler Douglas Gordon

Er ist ein junger Klassiker der Videokunst. Der Schotte Douglas Gordon hat mit 44 Jahren vom "Turner-Prize" bis zu Auszeichnungen der Biennale in Venedig so ziemlich alle Preise der Kunstwelt abgeräumt.

Douglas Gordon, Play Dead; Real Time, 2003
Douglas Gordon, Play Dead; Real Time, 2003 Quelle: Axel Schneider

Vertrautes neu wahrnehmen

1993 machte er sich einen Namen als er Hitchcocks "Psycho" auf 24 Stunden dehnte. Einfaches Mittel: ein VHS-Recorder. 2006 ließ er den Fußballer Zidane mit 16 Hochgeschwindig- keitskameras beim Spiel filmen. Das Ergebnis: "A 21st Century Portrait" brachte es bis nach Cannes.
Gordons Videoarbeiten sind intensiv und atemberaubend. Sie geben dem Zuschauer die Möglichkeit zu einer neuen Wahrnehmung scheinbar vertrauter Dinge. So brachte er einen Elefanten in einer New-Yorker Galerie dazu, sich hinzulegen und tot zu stellen. Vorher musste das vier Tonnen schwere Tier jedoch erstmal dort hinein und dabei an teuerster Kunst vorbei. Das Handicap: Der Zirkuselefant war schwer erkältet.

Douglas Gordon & Philippe Parreno: Zidane, A 21st Century Portrait, 2006 Film still
Douglas Gordon & Philippe Parreno: Zidane Quelle: courtesy Anna Lena Films & Naflastrengir

Der schottische Vollblutkünstler ist nicht nur ein Bildmagier, sondern auch ein begnadeter Geschichtenerzähler. Auch wenn es um seine Tattoos geht, die ihm seine Mutter einmal versucht hat wegzuwischen. aspekte traf Gordon im Museum für Moderne Kunst in Frankfurt, wo er seine aktuelle Ausstellung aufbaute, in der es unter anderem ein Selbstportrait aus 600 Bildern zu sehen gibt.

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