Die Grimme-Preise 2011

Der renommierte Preis für Qualität im TV

Und der Gewinner ist ... Es ist wieder soweit, das Grimme-Institut hat gerufen und Deutschlands Fernsehmacher kommen wie jedes Jahr zusammen, um den renommiertesten Preis für Qualität im TV zu feiern. Dabei bleiben die öffentlich-rechtlichen Sender bei der bereits 47. Ausgabe des Grimme-Preises wieder unter sich.

Logo des Adolf-Grimme-Preises
Logo des Adolf-Grimme-Preises

Die Auszeichnung mitnehmen dürfen 2011 ausschließlich Produktionen von ARD und ZDF, bzw. deren Macher und Darsteller. Als "Serien"-Gewinner uneinholbar holt sich Dominik Graf in diesem Jahr bereits seine neunte Trophäe ab, für seine Krimiserie "Im Angesicht des Verbrechens" (ARD/arte/ORF). Die Grimme-Jury würdigt damit "ein deutsches Mafiaepos mit eigener Handschrift, ein fiebrig-elektrisierendes Porträt des modernen Berlin", die von der Kritik bejubelte zehnteilige Serie stelle "vieles in den Schatten, was es bisher an Fiktionalem im deutschen Fernsehen gegeben hat."

Leicht und lässig - bitte und böse

Zwei Preise in einem Jahr erhält auch Christian Zübert: Zum einen für seine Drehbuch-Adaption des Romans "Neue Vahr Süd" (ARD), die durch "eine im deutschen Fernsehen höchst seltene, ironisierte, leichte Lässigkeit" besticht. Zum anderen für die Regie der Münchner Tatort-Folge "Nie wieder frei sein". Diese erzähle, lobt die Grimme-Jury, "so einfühlsam wie brutal von den verheerenden Folgen, die eine Vergewaltigung nicht nur für das Opfer, sondern auch für Angehörige und Freunde, für die damit betrauten Polizeibeamten und für die Anwälte hat.

Ein Grimme-Preis geht an die ZDF-Produktion "Klimawechsel". Frauen in den Wechseljahren - das weitgehend ignorierte Thema hat auch in der Grimme-Jury starke Emotionen geweckt. "Die Szene mit der Hundestellung beim Yoga fand ich blöd", wird ein männliches Jurymitglied zitiert, was prompt zu heißen Diskussionen unter den Preisrichtern führte. Doris Dörrie, ihre Koautorin und Ko-Regisseurinnen erhalten den Preis damit für ihre Leistung, die "zuweilen furchteinflößende Phase der Menopause lustig, bitter, böse, vor allem aber hoch unterhaltend darzustellen und neue Wege für erzählendes Fernsehen aufzeigen."

Dokfilm über den Iran

Auszeichnungen erhält auch die aufrüttelnde Dokumentation "Aghet" (ARD) über den türkischen Völkermord an den Armeniern während des ersten Weltkriegs, sowie "Election" (ARD) - ein Dokumentarfilm über die gescheiterte iranische Revolution, der jene Ereignisse, die es nicht an der Zensur vorbei in die Weltnachrichten schafften, durch Internet-Blogs und Twitter-Meldungen jener Tage auffängt und Augenzeugen-Berichte mit Zeichentrick-Passagen illustriert. Besonders geehrt wird in diesem Jahr auch ZDF-Showmaster Thomas Gottschalk für seine Leistungen um das deutsche Fernsehen.

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