Die Leiden des Walter Kohl

Helmut Kohls Sohn über seinen Vater

"Es gab einen Gast in unserem Hause. Es schien mir zumindest so. Dieser Gast war mein Vater." Ein 48-jähriger Sohn zieht bitter Bilanz, Walter Kohl schreibt über seinen Vater Helmut, den Kanzler der Einheit, den Sitzriesen, den Ehrenwort-Kohl im Spendenskandal.

Mit sich ins Reine kommen

Und er schreibt über sich, über ein jahrzehntelanges Dasein im Schatten. Über eine protegierte und gleichzeitig einsame Kindheit und Jugend - immer am Vater gemessen, dem die Partei, das Amt, die eigene Bedeutung die eigene Familie ersetzte. Für den die beiden Söhne - und letztlich auch seine Frau - nicht mehr als Statisten waren, Erfüllungsgehilfen im Alltag der Macht.
All das schreibt sich Walter Kohl, der gestandene Kaufmann aus Frankfurt, nun von der Seele, um endlich mit sich ins Reine zu kommen, auch mit den Begleitumständen des Selbstmords der Mutter und mit dem väterlichen Fußtritt nach der Wiederverheiratung im Jahr 2008.

Tilman Jens hat Walter Kohl für aspekte zum Interview getroffen - den Autor des Buches "Leben oder gelebt werden", das in der kommenden Woche Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste erklimmen wird.

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