Geschichte(n) mit Gleisanschluss

Der junge tschechische Schriftsteller Jaroslav Rudis

Als Kind träumte Jaroslav Rudis davon, Lokomotivführer zu werden. Das verhinderte - zum Glück - seine Kurzsichtigkeit. Heute gilt Rudis als wichtigster tschechischer Schriftsteller der jüngeren Generation.

Gleichwohl - die Liebe zum Schienenverkehr ist ihm geblieben. Die Berliner U-Bahn inspirierte ihn 2002 zu seinem ersten Roman "Der Himmel unter Berlin". Mit seinem Comic "Alois Nebel" machte er einen kleinen Stationsvorsteher aus dem Sudentenland zur Kultfigur, und auch in seinem neusten auf Deutsch erschienenen Roman "Die Stille in Prag" bewegen sich seine Hauptfiguren auf Schienen: mit der Straßenbahnlinie 22 durch die "Goldene Stadt".

"aspekte-Railmovie"

Für die Schönheiten Prags haben Jaroslavs Helden jedoch kaum einen Blick übrig: Der kreative Aufbruch der Nach-Revolutionsjahre ist einer Katerstimmung gewichen. Die Stadt stöhnt unter dem Ansturm des Massentourismus und die Prager müssen schmerzhaft lernen, dass Demokratie und Kapitalismus nicht das Gleiche sind. Die einst so stillen Gassen sind heute lärmerfüllt. Ein "aspekte-Road - pardon - Railmovie" auf der Suche nach der "Stille in Prag".

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