Hölle Altötting

Andreas Altmann über sein "Scheißleben" in der Provinz

Schon seit einiger Zeit liebt der Buchmarkt spekulative und deftige Buchtitel. Im Falle von Andreas Altmanns "Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend" ist der Titel allerdings fast schon untertrieben.

Im Kreuzgang der Stiftskirche Altötting
Im Kreuzgang der Stiftskirche Altötting Quelle: ZDF

In seinem Buch schildert Altmann, ein preisgekrönter Reisereporter, seine Kindheit im erzkatholischen Altötting der Nachkriegszeit.

Abrechnung mit dem Vater

Sein Vater, Devotionaliengroßhändler, im Ort bekannt als wohlhabender "Rosenkranzkönig", führt Krieg gegen seine eigene Familie, vertreibt erst die schwache Mutter aus dem Haus, um dann seine Söhne zu misshandeln, zu quälen und zu einer Art Arbeitsdienst mit allen physischen Grausamkeiten heranzuziehen.

Altmann hat darüber einen furiosen, blitzgescheiten und anrührenden Text geschrieben, eine Abrechnung mit dem Vater und dem bigotten Altötting, der zeigt, dass es die Sprache und das Schreiben waren, die ihm letztendlich das Leben retteten.

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