"Ich fühle mich! Ich bin."

Ausstellung "Die Leidenschaften" in Dresden

Mit seinem "Ich denke, also bin ich" machte es sich der alte Descartes vielleicht ein wenig einfach: Fühlen wir uns nicht erst lebendig, wenn wir fühlen?

Burt Lancaster und Deborah Kerr in "From Here to Eternity", Regie: Fred Zinnemann, 1953
Burt Lancaster und Deborah Kerr in "From Here to Eternity", Regie: Fred Zinnemann, 1953 Quelle: ullstein bild / Roger-Viollet

Sind nicht Liebe und Hass, Freude, Trauer, Zorn oder Begierde die Kräfte, die uns antreiben? Sind wir ohne Gefühle nicht tot, selbst wenn wir noch am Leben sein sollten?

Haben wir Kontrolle?

"Ich fühle mich! Ich bin", schmetterte Johann Gottfried Herder darum der Vernunftfraktion entgegen. Der philosophische Widerstreit ist bis heute nicht gelöst. Denn das Spiel mit der Leidenschaft ist ein gefährliches: Was uns belebt, kann uns gleichermaßen töten, lassen wir uns erst von unseren Leidenschaften beherrschen.

Birgit Dieker, Drei Grazien, 2001
Birgit Dieker, Drei Grazien, 2001 Quelle: DHMD

Aber in welchem Maße haben wir überhaupt die Kontrolle? Sind wir Subjekt oder Objekt unserer Gefühle? Und wie passen diese geheimnisvollen Mächte in unsere durchrationalisierte Welt?

Das Deutsche Hygiene-Museum in Dresden hat das Spiel mit den Leidenschaften als Rauminstallation in fünf Akten inszeniert. aspekte spielt mit.

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