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Isabel Allende schreibt kämpferisch

"Was wir Frauen wollen"

Allende ist seit Jahrzehnten kämpferische Feministin. Nun, mit 78, hat sie eine für sie ungewöhnliches Buch geschrieben. Es ist eine Ansage, ein Appell und auch ihre Autobiographie.

4 min
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05.03.2021
05.03.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.03.2022

Damit hatten sie nicht gerechnet, die Herren Groß-Schriftsteller Lateinamerikas: 1982 - wie aus dem Nichts werden sie nun in einem Atemzug zusammen mit einer Schriftstellerin genannt, schmücken sie von nun an zusammen mit einer Frau die Feuilletons und Schaufenster der Buchläden weltweit. Isabel Allende und ihr Debut-Roman „Das Geisterhaus“.

Allende ist die Nichte des chilenischen Präsidenten Allende, der 1973 beim Putsch des Diktators Pinochet ums Leben kam. Sie ging daraufhin ins Exil, lebt seit Jahrzehnten in den USA, schrieb Bestseller um Bestseller, und: ist seit Jahrzehnten kämpferische Feministin. Nun, mit 78, hat sie eine für sie ungewöhnliches Buch geschrieben, „Was wir Frauen wollen“. Es ist eine Ansage, ein Appell und auch ihre Autobiographie, gesehen aus den Augen einer kämpferischen Frau. Schon als Mädchen lehnte sich die kleine Isabel auf, ihre wohlsituierte Familie verstand sie überhaupt nicht. Es war ein frühes Empfinden für Ungerechtigkeit, die Verteilung der Rollen im begüterten Hause, die Machos, die Bediensteten, und Isabels frühe Ahnung, wie limitiert auch ihre Möglichkeiten als Frau im konservativ-katholischen Chile sein würden.

Gleichberechtigung der Geschlechter und das Ende von Gewalt jeglicher Art gegen Frauen sind seither ihre Mission, diese Themen fanden immer wieder auch in ihren Büchern Widerhall. Denn trotz aller Fortschritte, vor allem in der „westlichen“ Welt: Der Weg ist noch sehr lang; an den Schaltstellen der Macht sitzen nach wie vor Männer. Isabel Allende: „51 Prozent der Weltbevölkerung ist weiblich. Und lebt unter einem Patriarchat, seit Jahrtausenden. Das muss sich ändern. Und mit dieser Änderung würden auch andere große Probleme unserer Gegenwart einer Lösung näherkommen. Das wäre ein Gewinn für Frauen und Männer. Es muss! sich ändern.“

Das aspekte-Interview gerät zu einer Begegnung mit einer sendungs- wie auch selbstbewussten und nicht zuletzt lebensfrohen Persönlichkeit: „Ich will alles genießen, was Frauen Spaß macht. Und ich will auch alles genießen, was Männern Spaß macht.“

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