Kan door huid heen/Can go through skin

Verarbeitung eines Traumas in Traum und Realität

Marieke (Rifka Lodeizen) wird aus der Bahn geworfen, als sie erst von ihrem Freund verlassen und kurz darauf in ihrer eigenen Wohnung brutal überfallen wird.

Szene aus "Kan door huid heen" - Berlinale-Sektion "Forum "
Szene aus "Kan door huid heen" - Berlinale-Sektion "Forum " Quelle: Berlinale

Sie zieht sich vollkommen zurück, wohnt fortan in einem baufälligen Haus auf dem Land. Zu ihrem Nachbarn, der ihr helfen will, fasst sie nur langsam Vertrauen. Im Internet-Chat mit anderen vergewaltigten Frauen versucht sie, das Erlebte zu verarbeiten und schmiedet zugleich Rachepläne.

Ohne eindeutige Antworten

"Kan door huid heen" ist ein Film, der in seinen Bann zieht - nicht zuletzt durch seine sehr subjektiven Kameraeinstellungen. Oft ist unklar, ob es sich bei den Bildern um "die Realität" oder die Vorstellung der Protagonistin handelt. So sehen wir zum Beispiel den Vergewaltiger gefesselt auf ihrem Dachboden liegen, sie foltert ihn, zielt mit einem im Haus gefundenen alten Jagdgewehr auf ihn - tatsächlich hat sie die drei Kätzchen erschossen, die sie zuvor mühsam von Hand aufgepäppelt hatte.

Mehr sei hier nicht verraten. Am Ende bleibt alles offen: Ob Marieke Ruhe und Vertrauen gefunden oder sich nur mit den Umständen arrangiert, ob sie sich tatsächlich mit ihren Chat-Freundinnnen an einem Mord beteiligt hat - eindeutige Antworten gibt dieser Film selten. Stimmig.

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