Die Themen am 24. Juli 2015

Moderiert von Katty Salié und Tobias Schlegl

Yanis Varoufakis im aspekte-Interview

Kultur | aspekte - Die Themen am 24. Juli 2015

Echte Verhandlungen mit dem Ziel eines "ehrenhaften Kompromisses" habe es nie gegeben. Seine größte Enttäuschung, sein größter Fehler – dazu exklusiv: Yanis Varoufakis im Gespräch mit Andrea Maurer.

Datum:
Verfügbarkeit:
Video leider nicht mehr verfügbar

Die Themen und Gäste unserer Kultursendung am Freitag ab 23.00 Uhr.

Zu Besuch beim Ehepaar Varoufakis

Sie ist ein Star der griechischen Kunstszene, er hat als Griechenlands Finanzminister begeistert und geschockt: das Ehepaar Varoufakis. "Ich möchte mich bei genialen Köpfen bedanken, von denen ich Einiges entliehen habe: bei Goethe, Dickens und Sophokles …" schreibt Yanis Varoufakis in seinem demnächst erscheinenden Buch. Ja, die Varoufakis' sind Kulturmenschen. Wir treffen sie in Athen, besuchen Danae Stratou - die lange nur in Zusammenhang mit ihrem Mann vorkam - in ihrem Atelier und Yanis Varoufakis zu Hause. Was ist aus ihren Utopien geworden? Welche Gesellschaft wünschen sie sich und was hat das mit Kultur zu tun? Zu Besuch bei einem "Dreamteam".

Kulturgeschichte der Arroganz - Buch über die Hybris der Menschen

Stolz, Hochmut, Hybris, Arroganz: das Grundübel der Menschheit trägt viele Namen. Die "Krone der Schöpfung" (damit geht’s schon mal los) hat zwar gelernt, den eigenen genetischen Bauplan zu entschlüsseln, im Umgang mit seinesgleichen aber hat der Mensch seit dem Paläolithikum kaum dazugelernt. Größenwahn und Selbstüberschätzung gehören zur menschlichen Natur - die Neurowissenschaften können sie sogar messen - , aber erst in unserer modernen (Wirtschafts-) Welt, werden Sie zu Erfolgsfaktoren verklärt. Mit fatalen Folgen. Von Alexander dem Großen bis George W. Bush, von Mariah Carey bis zum 'Nachbarn, der nie grüßt': Beispiele arroganten Verhaltens kennt jeder. Sie füllen Bibliotheken. Der finnische Autor Ari Turunen beschränkt sich bei seiner "Geschichte der Arroganz" klugerweise auf ein schmales, ungeheuer anregendes Büchlein. Der bescheidene Redakteur, der mal kurz darin geblättert hat (eigentlich weiß er eh alles besser), verspricht Ihnen daher den besten Fernsehbeitrag, den Sie je gesehen haben! (Falls Sie anderer Ansicht sein sollten, beweisen Sie damit nur ihre unterdurchschnittliche Intelligenz und missgünstige Natur. Schweigen Sie also besser.)

Das Vermächtnis von "Charb" - Der Karikaturist über Rassismus

Der Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" im Januar 2015 hat die Welt erschüttert. Die ermordeten Zeichner rund um den Chefredakteur Stéphane "Charb" Charbonnier wurden zu Symbolen der Meinungsfreiheit. Aber waren sie das tatsächlich? Immer wieder mussten sich die Macher von Charlie Hebdo mit dem Vorwurf auseinandersetzen, sie würden mit ihren Mohammed-Karikaturen islamophobe und rassistische Vorurteile bestärken. Charb hat darauf mit einem Text geantwortet, der vier Monate nach seinem Tod veröffentlich wurde und jetzt auch auf Deutsch erscheint. In seinem "Brief an die Heuchler und wie sie den Rassisten in die Hände spielen" rechnet er nicht nur mit seinen Kritikern ab, sondern hinterlässt auch ein Manifest, das die Islamophobie als Hirngespinst und Charlie Hebdo als Sturmgeschütz der laizistischen Republik definiert. Hat er damit recht? Oder ignoriert er nicht vielmehr die tatsächlichen Erfahrungen der Muslime in Frankreich? Und was ist Islamophobie überhaupt? Charbs Manifest trifft eine verwundete Nation mitten ins Herz.

Der DDR-Fotograf Thomas Billhardt - Von Honecker nach Vietnam

Seine Fotografien gingen um die Welt: Die Vietnam-Bilder des DDR-Fotografen Thomas Billhardt. Zwölf Mal hat er während des Vietnam-Krieges das Land im Auftrag der SED-Regierung bereist. Er gehört neben Robert Capa zu den wichtigsten Kriegsfotografen und prägte mit seinen Bilder die Anti-Kriegshaltung einer ganzen Generation. "Wenn ich den ganzen Schrecken fotografiere und nur den Tod und das Blut und die aufgerissenen Leiber - das hätte ich machen können. Dann ist das eine Seite, dann ist das Sensationsgier-Befriedigen. Ich muss aber an das Leben denken, dahinter. Wer ist das? Wem werden die Leiber aufgerissen, wer wird getötet, wer wird bombadiert? Diese 'Fotografie des Erkennens'  ist schwer - da muss man besessen, verrückt sein." So Billhardt. Und er war ein Besessener: 25 Jahre seines Lebens hat er unter anderem im Auftrag der UNESCO in Krisenregionen der Welt verbracht - und es sich zur Aufgabe gemacht, das Leid der Menschen vor Ort sichtbar zu machen. Seine Bilder waren Anklage, er hat sein Leben eingesetzt, um in Kriegsgebieten die Grausamkeiten zu dokumentieren und öffentlich anzuprangern. "Meine Kamera war meine Waffe - damit konnte ich etwas bewirken. Ich konnte Menschlichkeit zeigen. Und ich habe gekämpft um meine Bilder". Anlässlich des 40. Jahrestages des Vietnam-Kriegsendes sind seine Arbeiten erstmals wieder in einer Ausstellung im Kennedy-Museum in Berlin zu sehen. Thomas Billhardt öffnet für aspekte sein Archiv.

Literatur zum Dating-Trend - Ursula März und ihr neues Buch

Was macht das Suchen und Finden der Liebe heute aus? Ursula März hat sich in die Tiefen und Untiefen der Liebeswahl begeben: Drei Jahre hat die Journalistin und Schriftstellerin Geschehnisse von Freunden und deren Freunden gesammelt, sich mit Menschen getroffen und sich auch selbst auf digitalen Kontaktbörsen und anderen Liebesmärkten umgeschaut. Daraus hat sie fünf Geschichten gemacht, die typisch sind - und gleichzeitig absurd, überraschend und unberechenbar. In "Für eine Nacht oder fürs ganze Leben" erzählt Ursula März zum Beispiel die zunächst rätselhafte Geschichte von Thomas Lüttich. Der erfolgreiche, gutaussehende Internist, der kurz vor seinem 40. Geburtstag die Familiengründung abschließen will – und dafür Mitglied bei den beiden führenden deutschen Online-Partnervermittlungen ist. Was steckt hinter seinem unfreiwilligen Junggesellendasein? Oder die Rentnerin Gerlinde Wagner, deren Lieblingssatz "Ich habe eben meine Ansprüche" Ursula März zunächst irritiert. Die 65-Jährige empört sich über eine Internetanfrage eines zweieinhalb Jahrzehnte jüngeren Mannes. Oder reizt es sie etwa doch? Die Autorin selbst hat sich auch auf Single-Parties in Berlin umgeschaut und wird am Ende gar selbst aktiv und mischt sich ein ...

Damien Rice im Porträt - Der Schüchterne und der Erfolg

Alles an Damien Rice ist intensiv: Seine Songs, seine Interviews, seine Live-Auftritte. Da steht er mittlerweile allein auf der Bühne, doch man vermisst keine Band: Damien Rice hält die Zuschauer im Bann mit seiner tollen Stimme und einer starken Dynamik - mal Wispern, mal Schreien. Der irische Singer-Songwriter hat in 14 Jahren lediglich drei Alben aufgenommen - und ist danach jeweils in eine Schaffenskrise gestürzt. Und das trotz des Erfolgs vor allem in der englischsprachigen Welt. Sein Song "The Blower’s Daughter" prägte den Soundtrack von "Hautnah", er und andere Songs fanden Verwendung in Dutzenden Fernsehserien. Jetzt kommt Rice für drei Konzerte nach Deutschland. aspekte hat Damien Rice bei der Vorstellung seines neuen Albums getroffen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet