Die Themen am Freitag

Moderiert von Katty Salié und Tobias Schlegl

Die Themen und Gäste unserer Kultursendung am Freitag ab 22.45 Uhr.

Magnum-Fotograf Steve McCurry

Über Fotos, die Geschichte machen

Wenige Fotos von historischen Ereignissen brennen sich ins kollektive Gedächtnis ein. Europa erlebt mit der Flüchtlingskrise einen historischen Umbruch. Welche sind die Bilder, die bleiben werden, die sogar etwas auslösen? Das Bild des toten Dreijährigen am Strand? aspekte spricht mit dem Magnum-Fotografen Steve McCurry und Blattmachern darüber, was Bilder ausmacht, die zu Ikonen wurden und die Welt verändert haben.

Udo Di Fabio zur Krise des Westens

Unser Land im Umbruch

Der Westen hat den Blues. Zweifeln an den Institutionen, Zweifeln an der politischen Ordnung und Verzweifeln am kapitalistischen Finanzsystem - wer vermag zu sagen, ob Merkels "Wir schaffen das!" nicht schon ein erster Abschiedsgruß war. Solange es dämmert, scheint immerhin die Sonne noch, sagt der Staatsrechtler Udo Di Fabio. Hat sich der Westen zu Tode gesiegt? Mit ihrem Erfolg, sagt Di Fabio, hat die westliche Demokratie ihren eigenen Markenkern aus den Augen verloren: den freien, selbstbestimmten Menschen. Er warnt eindringlich davor, im vorherrschenden Harmonietaumel die Lust am öffentlichen Streit zu verlieren und kritisiert das zunehmende Auseinanderdriften von Wählern und gesellschaftlichen Eliten. Udo Di Fabio ist heute im Studio - im Gespräch mit Katty Salié über den "schwankenden Westen".

"Blood on Snow. Der Auftrag"

Der neue Krimi-Hit von Jo Nesbø

Am 25. September erscheint "Blood on Snow. Der Auftrag" - der Auftakt einer
neuen Serie von Jo Nesbø. Band zwei, "Das Versteck", folgt im Frühjahr. Die Romane hängen nicht direkt zusammen, aber sie haben vieles gemeinsam: Es sind Thriller, schnell und intensiv - und sehr "noir". "Der Auftrag" spielt in den siebziger Jahren in Oslo. Im Mittelpunkt Olav, ein Killer, der den Auftrag erhält, die Frau seines Chefs aus dem Weg zu räumen. Es gibt nur ein Problem: Olav verliebt sich in sie. Und man ahnt schon, dass das nicht gut gehen kann. Wie in den bislang neun Teilen seiner berühmten Harry-Hole-Serie geht es auch diesmal nicht zimperlich zu, doch Jo Nesbø schlägt hier neue – leise, nachdenklichere - Töne an. Die Filmrechte hat sich übrigens Leonardo DiCaprio gesichert.

Das Literarische Quartett ist zurück

Comeback einer Legende

Kult mit neuen Köpfen: Das Literarische Quartett ist zurück. Nach einem oftmals wilden Diskurs über zu preisende oder zu tadelnde literarische Neuerscheinungen schloss Marcel Reich-Ranicki auch das letzte Spektakel mit dem feierlichen Brecht'schen Zitat: "Den Vorhang zu und alle Fragen offen!" Nun öffnet sich dieser Vorhang wieder, fast 14 Jahre nach der letzten Sendung.

Vier engagierte Literaturexperten debattieren über vier Neuerscheinungen: Am 2. Oktober 2015 begrüßt Volker Weidermann (Der Spiegel) erstmals seine beiden Mitstreiter, den Schriftsteller Maxim Biller und die Journalistin und Büchernärrin Christine Westermann - sowie als prominenten Gast die Schriftstellerin Juli Zeh. Die Bühne dafür bietet das Foyer des Berliner Ensembles. Das Literarische Quartett - Vorhang wieder auf!

"The Look of Silence"

Joshua Oppenheimers Dokfilm über den Massenmord1965 in Indonesien

1965 ließ Indonesiens Diktator Suharto binnen eines Jahres systematisch eine Million Regimegegner auf unvorstellbar bestialische Weise umbringen. Regisseur Joshua Oppenheimer hat jahrelang Täter interviewt und daraus den preisgekrönten Dokumentarfilm "The Act of Killing" gemacht und wendet nun mit "The Look of Silence" seinen Blick auf die Opfer der Massaker. Im Film bringt er den Augenarzt Adi, dessen Bruder damals ermordet wurde, mit Tätern zusammen. Noch heute ist es gefährlich, in Indonesien über dieses Thema zu sprechen, zwei Drittel aller Namen im Abspann des Films lauten "Anomymus". Oppenheimer nahm zu Drehs bei ranghohen Tätern ausschließlich westliche Teams mit, wechselte mehrfach das Taxi. Denn die Parteigänger der Täter sind noch heute an der Macht. Und doch bewegt sich etwas in Indonesien. Der Film wurde in den Kinos gezeigt - mit überwältigendem Erfolg. Die Indonesier wollen endlich über den verdrängten Massenmord reden. Wir treffen den mutigen Protagonisten des Films und seinen Regisseur in Frankfurt - jener Stadt, aus der Oppenheimers jüdischer Vater, Holocaustüberlebender, stammte.

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