Last Exit Klosterstadt

Der Mittelalterbau-Neubau von Meßkirch

Wie die Stadt Meßkirch ihre Zukunft in der Vergangenheit sucht.

Es ist die wohl seltsamste Großbaustelle Deutschlands: Bagger und Kräne sucht man vergebens, selbst Kaffee und Tabak sind Tabu und einen Eröffnungstermin, den man verschieben müsste, gibt es auch nicht. Die Planer rechnen mit 40 Jahren Bauzeit, es können aber auch 10 Jahre mehr werden.

Meßkirch setzt auf die Mittelalterkarte

In einem Waldstück nahe der südbadischen Stadt Meßkirch soll der berühmte Klosterplan von St. Gallen umgesetzt werden – gut 1200 Jahre nach seiner Entstehung und ausschließlich mit dem Handwerkszeug des 9. Jahrhunderts. Eine ganze Stadt soll so in die Höhe wachsen, von den Latrinen der Mönche bis hin zur mächtigen Klosterkirche. Der Weg ist das Ziel. Das gilt für die beteiligten Wissenschaftler, die sich von dem Projekt die Klärung strittiger Fragen erhoffen, wie für die Besucher, die ganz in die Welt des frühen Mittelalters eintauchen sollen.


Obwohl es nicht weit ist zum Bodensee und in den Schwarzwald, machten die Touristenströme bislang einen weiten Bogen um das südbadische Meßkirch. Nun setzt die Stadt alles auf die Mittelalterkarte, um den langsamen Niedergang zu stoppen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet