Leben in der Vertikalen

Der internationale Hochhaus Preis 2010 ist entschieden

Das Finale um den Internationalen Hochhaus Preis (IHP) ist entschieden: Das Hochhaus "The Met" im thailändischen Bangkok ist als weltweit innovativster Wolkenkratzer mit dem 4. Internationalen Hochhaus Preis ausgezeichnet worden.

Die Jury würdigte "The Met", das 230 Meter hohe Gebäude des Architekten Wong Mun Summ als "global richtungsweisend" für den künftigen Bau von Hochhäusern. Das Bauwerk (Entwurfsplanung: WOHA, Singapur; Assoziierte Architekten: Tandem Architects, Bangkok) setze, so die Jury, "einen innovativen grünen Akzent inmitten des dichten Bangkoker Innenstadtviertels Sathorn." Die Idee sei es, "ein Hochhaus so zu öffnen, dass es inmitten einer Megacity nahezu buchstäblich atmet", urteilten die Experten.

Alle wollen hoch hinaus

Eines haben alle fünf Gebäude, die für den Internationalen Hochhauspreis 2010 nominiert waren, gemeinsam: Sie wollen hoch hinaus. Mindestens 100 Meter müssen sie messen, um die Teilnahmekriterien an dem Wettbewerb zu erfüllen.

Aber das alleine reicht nicht: ästhetisch besonders sind sie, nicht älter als zwei Jahre, zukunftsweisend, dynamisch und technisch innovativ. Ob Bürogebäude, vertikale Stadt oder alternatives urbanes Wohnen: gut integrieren soll sich der Turm - und sich trotzdem vom Stadtbild abheben. Wenn das Meisterwerk dann noch grün, ökologisch nachhaltig und energieeffizient ist, stehen die Chancen gut.

Multitalente

Aus 27 Gebäuden rund um den Globus wählte die Jury - zusammengesetzt aus vier renommierten Architekten oder Ingenieuren sowie Vertretern der drei Auslober - im April dieses Jahres die fünf Finalisten. Vier Gebäude aus Asien und eines aus den USA sind darunter. Einzigartig und außergewöhnlich sind sie alle.

Der Burj Dubai Wolkenkratzer
Der Burj Dubai Wolkenkratzer Quelle: reuters

So zum Beispiel der Aqua Tower in Chicago, dessen gewundene Balkone ihm nicht nur eine außergewöhnliche Optik verleihen, sondern auch noch dem Wind minimale Angriffsfläche bieten. Nebenbei kann das Multitalent selbst im Winter Sonnenenergie optimal nutzen.

Ausstellung zum Preis in Frankfurt

Durch ein außergewöhnliches ökologisches Konzept zeichnet sich der Gewinner, das Wohnhaus "The Met" in Bangkok aus: 230 Meter hoch und natürlich grün bis zur obersten Etage. Der Wohnturm hat Swimming Pools, Luxusappartments, Terrassen in atemberaubenden Höhen und ein Belüftungssystem, das Klimaanlagen selbst im tropischen Bangkok überflüssig macht.

Der Wettbewerb wurde 2003 von der Stadt mit der herausragendsten deutschen Skyline ins Leben gerufen: Frankfurt am Main. Gemeinsam mit der DEKA Bank und dem Deutschen Architekturmuseum wird hier alle zwei Jahre das weltweit innovativste Hochhaus ausgezeichnet. Den Gewinner gibt die Jury heute in der Frankfurter Paulskirche bekannt. Eine Ausstellung zum Preis und seinen aufstrebenden Bewerbern ist vom 6. November bis zum 16. Januar im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt zu sehen.

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