Magic Fire

Wagner - Die Richard Wagner Story

Passend zum Wagner-Jahr ist nun erstmals ein farbenfroher Film aus dem Jahre 1954 (!) auf DVD erschienen. Es geht um Richard Wagners Biographie – mit einem Schwerpunkt auf seinem Liebesleben. Und natürlich gibt es ordentlich Musik.

Der deutsche Film der fünfziger Jahre war immer wieder vor allem eines: schwülstig und schmalzig. Sissi fällt einem sofort ein, und an Sissi muss man auch denken, wenn man William Dieterles filmische Biographie von Richard Wagner sieht. Gedreht in zwei Jahren, ist der urprünglich fast dreistündige Film jetzt in einer gekürzten Version auf DVD erschienen.

Eine Vorstellung vom musikalischen Schaffen

Dieterle greift sich aus Wagners Leben die Zeit von 1834 bis zu seinem Tod 1883 heraus. Über Stationen in Marburg - wo Wagner seine erste Frau Minna Platter und auch Franz Liszt kennenlernt - , später Frankreich und Dresden, gelangt der Komponist in die Schweiz. Dort sucht er aus politischen Gründen Asyl bei Otto Wesendonk, zu dessen Frau Mathilde er sich hingezogen fühlt, weswegen er sich später von Minna trennt. Zurück in Deutschland wird sein Bewunderer König Ludwig II zu seinem Mäzen und 1865 wird in München sein Werk „Tristan und Isolde“ uraufgeführt. Wagner lernt Cosima Liszt kennen und lieben - die Tochter von Franz Liszt. Zu dieser Zeit feiert er auch erste Erfolge in Bayreuth. 1876 findet dort die Eröffnung des Festspielhauses mit der Aufführung von „Der Ring der Nibelungen“ statt. 1883 stirbt Wagner in Venedig.

"Wagner - Die Richard Wagner Story" schwelgt in opulenten Bildern, gedreht an Originalschauplätzen. Im Untertitel heißt dieser Film auch "Magic Fire", gezielt wohl auf's nichtdeutsche Publikum. Treffend. Ein Augenschmaus, nicht nur für kitschhistorisch begeisterte Cineasten. Etwas nüchterner gesagt: Ein abendfüllender Spielfilm mit historischer Anmutung, der neben einem - subjektiven - Blick in Wagners Leben vor allem eines ist - ein Reise zurück in die Ästhetik der 50er. Der Filmtrailer allein schon - ein Dokument!

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