"Parada"

Machos und Schwulen-Aktivisten in Serbien

"Parada" heißt eine der wenigen Komödien auf der 62. Berlinale - ein Film, mit dem der serbische Regisseur Srdjan Dragojevic schon eine halbe Million Kinozuschauer im früheren Jugoslawien ins Kino lockte.

Szene aus Parada
Szene aus Parada Quelle: Berlinale/V. Veljic

Dabei ist sein Stoff eigentlich gar nicht komisch: Seit Jahren wollen die Schwulen und Lesben von Belgrad - wie andernorts auf der Welt - ihre "Pride Parade" durchführen. Doch tausende homophobe Schläger drohen das schillernde Event gewaltsam zu verhindern.

Roadmovie durch Ex-Jugoslawien

Im Film drehen sich die üblichen Verhältnisse jetzt einmal um, weil ein schwules Paar alles daran setzt, ein paar knallharte Kriegsveteranen zum Schutz der Parade anzuheuern - ein heikles Unternehmen, das sich schließlich in ein Roadmovie durch die heutigen Republiken Ex-Jugoslawiens verwandelt. Regisseur Srdjan Dragojevic zu "Parada"Drajogevic' Blick aus dem rosaroten Mini-Couper - auf angeschossene Bulldoggen, versoffene Machos und drogendealende Falkner - macht komische Miene zum schwulenfeindlichen Spiel. Und stimmt am Ende verblüffend nachdenklich.

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