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Rap - Ende einer Männerdomäne

Musikerinnen in neuer Pose

Immer mehr Frauen rappen – und das mit großem Erfolg. Viele der Musikerinnen spielen mit den Klischees der stereotypen Frauenbilder aus dem männlichen Gangstarap. Ist das Selbstermächtigung oder doch nur die Bestätigung des männlichen Blicks?

3 min
3 min
05.03.2021
05.03.2021
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.03.2022

Lange war Hip-Hop ein von Männern dominiertes Musikgenre, in dem nur hin und wieder mal eine Frau sichtbar wurde – und wenn, dann mit emanzipatorischen und politischen Texten, in Deutschland etwa die offen queer lebende Rapperin Sookee.

Doch das hat sich grundlegend geändert. Immer mehr Frauen rappen – und das mit großem Erfolg. Die Musikerinnen von Sxtn bezeichneten sich in ihren Songs selbst als „Fozzen“ – sie provozierten indem sie die stereotypen Frauenbilder aus dem männlichen Gangstarap aufgriffen und damit den Männern die Macht der Zuschreibung wegnahmen. Damit lösten sie in Deutschland eine wahre Lawine aus – inzwischen spielen immer mehr Rapperinnen mit den Klischees.

In den USA wiederum sorgte die Sängerin Cardi B. im letzten Sommer mit ihrem Song „Wet Ass Pussy“ und dem Video dazu für Entsetzen in konservativen Kreisen. So viel weibliches sexuelles Selbstbewusstsein? Unerhört! In Deutschland inszenieren sich Frauen wie Shirin David oder Katja Krasavice in ihren Videos ähnlich freizügig und lustvoll erotisch und landen damit ganz weit vorn. Ist das Selbstermächtigung oder doch nur die Bestätigung des männlichen Blicks?

Die Hip-Hop-Expertin Lina Burghausen hat kürzlich das erst Rap-Label gegründet, das ausschließlich nicht-männliche Künstler vertritt. Mit ihr, der Newcomerin Yetundey und der inzwischen bewusst aus dem Rap-Business ausgestiegenen Musikerin Sokee spricht aspekte über Chancen und mögliche Fallen für Musikerinnen im Hip-Hop.

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