Sterben im Internet

Das Internet löst klassische Formen des Gedenkens ab

Der Tod zweier junger Menschen hat im Netz viel Aufmerksamkeit bekommen. Ben Breedlove aus Texas und Jessica Joy Rees aus Kalifornien starben sehr jung nach schwerer Krankheit, und beide haben im Netz eine riesige Trauergemeinde.

Jessica Joy Rees
Jessica Joy Rees Quelle: facebook.com

Ben hatte kurz vor Weihnachten ein Video auf Youtube gepostet, in dem er drei Nahtoderfahrungen schilderte. Eine Woche später starb er.

"Weiterleben" im Netz

Das Motto von Jessica Joy Rees war "Never ever give up". Die Zwölfjährige erlag einem Hirntumor. Auch sie "lebt" in den sozialen Netzwerken weiter. Millionen von Usern posten auch heute noch Meldungen wie "Ruhe in Frieden" oder "Wir vermissen dich".

Die Art und Weise, wie sich beide Teenager im Internet exponiert haben zeigt eine neue Kultur des Umgangs mit dem eigenen Tod in der Öffentlichkeit. Mehr und mehr löst das Internet klassische Formen des Gedenkens ab. Besonders junge Menschen teilen ihre Leidensgeschichte ohne Vorbehalte mit der Weltgemeinde, in der Hoffnung im Netz "weiterzuleben". Der Friedhof als Ort der Trauer wird virtuell auf Seiten wie 'ewigesleben.de', 'emorial.de', oder einfach 'internet-friedhof.de'.

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