Tage des Zorns

Der Iran vor der Revolution?

Es ist der Schrei nach Freiheit. Nach dem Sturz von Ägyptens Präsident Mubarak steht der Aufstand der Jungen in der islamischen Welt auch auf der Berlinale im Mittelpunkt des Interesses. Aber welche Antworten geben iranische Filmemacher auf die fortwährende Unterdrückung ihrer Demokratiebewegung?

Ein gebeultetes Land

Die Lage ist brisant. Der Stuhl des iranischen Jurymitglieds Jafar Panahi musste leer bleiben. Er ist zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Sein Vergehen: Er ist Filmemacher mit Leib und Seele.
Doch iranische Kollegen zeigen, wie sie subtil und furchtlos die Zensur der Mullahs unterlaufen.So gilt der Wettbewerbsbeitrag "Nader und Simin" von Regisseur Asgar Farhadi als Favorit für den "Bären". Das Melodrama schildert eine Trennungsgeschichte, die exemplarisch für die Zerrissenheit der iranischen Gesellschaft steht. Farhadi musste mehrfach die Dreharbeiten unterbrechen.

Was ist im Iran wirklich los? Wie reagieren Filmemacher wie der Exiliraner Ali Samadi Ahadi auf das System von Angst, Willkür und Unterdrückung? Was ist ihre Botschaft? Beeindruckende Momentaufnahmen aus einem gebeutelten Land, in dem fanatische Abgeordnete im Parlament öffentlich die Hinrichtung von führenden Köpfen der Demokratiebewegung fordern.

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