Wibke Bruhns' "Nachrichtenzeit"

Journalismus als Leidenschaft

Sie ist die Grande Dame des deutschen Journalismus - Ihre Erinnerungen sind spannende Zeitgeschichte der Bonner Republik. In eine großbürgerliche Familie hineingeboren, ist Wibke erst knapp sechs Jahre alt, als ihr Vater 1944 als Mitwisser des 20. Juli hingerichtet wird. Die Mutter bleibt verarmt mit fünf Kindern zurück.

Wibke Bruhns
Wibke Bruhns Quelle: ZDF

Bruhns' Leben verläuft nach dem Motto "Entweder du gehst daran kaputt, oder du wirst stärker." Sie bricht das Studium ab, schmeißt ein Volontariat bei der BILD-Zeitung und schreibt 1971 Fernsehgeschichte: bei ZDF-"heute" als Deutschlands erste Nachrichtensprecherin.

Wibke Bruhns wird im Mai 1971 von ZDF-Chefredakteur Wolf Dietrich als Nachrichtensprecherin begrüßt.
Wibke Bruhns, 1971

Für fast alle Sender gearbeitet

Mittlerweile undenkbar: In dieser Funktion macht sie gleichzeitig Wahlkampf für Willy Brandt. Seine Kanzlerschaft begleitet sie hautnah - bis heute wird ihr ein Verhältnis mit dem Charismatiker angedichtet. Für den "Stern" geht sie nach Israel und Washington, erlebt den Skandal um die gefälschten Hitler-Tagebücher - kaum ein Sender, für den sie nicht gearbeitet hat. 2004 veröffentlicht sie ein vielbeachtetes Buch über ihren Vater: "Meines Vaters Land".

Jetzt erzählt sie von ihrer "Nachrichtenzeit": ein "unverbiegbarer" Charakter mit klarem Blick, Understatement und Humor.

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