Abdel-Samads provokante Thesen

Neues islamkritisches Buch erschienen

Das neue Buch "Der islamische Faschismus" von Hamed Abdel Samad erregt viele Muslime. "Forum am Freitag"-Moderator Abdul-Ahmad Rashid spricht mit dem Autor über dessen provokante Thesen.

Die Kernthese von Abdel-Samad: Der Islamismus entstand parallel zum Nationalsozialismus und auch zum italienischen Faschismus. Die Gedankenstruktur hinter allen drei Bewegungen sei die gleiche, sagt der Autor: Zeitgeist war in den 1930er-Jahren sowohl der Führerkult als auch der unbedingte Wahrheitsanspruch. Das faschistoi­de Gedankengut des Islamismus sei allerdings bereits im Ur-Islam angelegt, glaubt Abdel-Samad. Die Grundzüge des Faschismus scheinen überall durch; in der Organisationsstruktur ebenso wie in der Religion, die stets über dem Menschen steht. Und das nicht nur im Islam: Alle monotheistischen Religionen müssten sich mit diesem totalitären Erbe auseinandersetzen. Als Beispiel führt er die Erzählung von Abraham an, der seinen Sohn opfern soll.

Kritische Thesen, kritische Rückfragen

Die Thesen hatte der Deutsch-Ägypter Hamed Abdel-Samad bereits bei einem Vortrag in Ägypten geäußert. Dort haben sie ihm eine Todes-Fatwa (den Aufruf an Muslime, Abdel-Samad zu töten), eingebracht. Statt sich zurückzuziehen und zu schweigen, was für ihn einen Sieg der Islamisten bedeutet hätte, hat er sie in der Folge ausgearbeitet und in Buchform gebracht. Gleichwohl sind die Thesen unter Muslimen umstritten. Im "Forum am Freitag" stellt Abdul-Ahmad Rashid kritische Rückfragen.

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