Burhan Qurbanis Film "Shahada"

Im Wettbewerb der Berlinale

Der Film "Shahada" des Regisseurs und Multitalents Burhan Qurbani schaffte es auf Anhieb in den Wettbewerb der Berlinale 2010.

Filmausschnitt Shahada

Burhan Qurbani, Jahrgang 1980, wuchs als Kind afghanischer politischer Flüchtlinge in Deutschland auf. Nach dem Abitur 2000 und dem Zivildienst folgten journalistische Tätigkeiten als Redaktionsassistent."Forum am Freitag"-Gespräch: "Shahada" auf der Berlinale

Erfolg für Erstlingswerk

"Shahada": Episodenfilm über vier Muslime, die sich nach Schicksalsschlägen im Leben grundlegend neu orientieren müssen.
"Shahada" Qurbani Quelle: ZDF


Als Dramaturgie- und Regieassistent am Staatstheater Stuttgart und als Kameraassistent bei Team Werk fand er zur Arbeit mit Geschichten und Schauspielern. Seit Oktober 2002 studiert er an der Filmakademie Baden-Württemberg Spielfilmregie. Neben den eigenen Schreib- und Regie-Arbeiten, war er als Regieassistent und Aufnahmeleiter bei vielen Filmakademie-Produktionen beteiligt. Neben dem Studium ist Burhan Qurbani Sänger der englischsprachigen Rockband "Pretty Used" und lebt derzeit in Berlin, Stuttgart und Helsinki.

Sein Erstlingswerk "Shahada" schaffte es auf Anhieb in den Wettbewerb der Berlinale 2010. "Shahada" erzählt das Schicksal von Ismail, Samir und Maryam, drei Muslimen in Berlin, deren Geschichten sich im Fastenmonat Ramadan zutragen. In der Moschee von Vedat, einem aufgeklärten islamischen Geistlichen, kreuzen sich die Wege der Hauptfiguren.Trailer des Films "Shahada"

Episoden um drei Menschen

Vedats Tochter Maryam ist ein lebenslustiges, westlich orientiertes Mädchen. Sie lebt sehr freizügig - ihr Vater, der Imam sieht das nicht gerne. Und er sorgt sich zurecht: Maryam wird ungewollt schwanger. Maryam besorgt sich illegal eine Abtreibungspille, deren Wirkung ausgerechnet in einem Berliner Club einsetzt.

Filmszene aus "Shahada"
Shahada-Filmausschnitt (Maryam, re.) Quelle: bittersuesspictures

Der Nigerianer Samir verliebt sich in seinen Kollegen Daniel, der seine Liebe auch erwidert. Doch Samir gerät in einen Gewissenskonflikt: Als gläubiger Muslim scheint es ihm unmöglich, seine Homosexualität zuzulassen.


Ismael, ein türkischstämmiger Polizist, der in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen ist, gerät aus der Bahn, als er bei einer Kontrolle Leyla trifft: Eine Frau, die er bei einem Polizeieinsatz vor drei Jahren angeschossen hatte. Schuldgefühle überwältigen ihn.


Der Film ist eine bittersuess-pictures-Produktion in Koproduktion mit dem ZDF/Das kleine Fernsehspiel (Redaktion: Burkhard Althoff) und der Filmakademie Baden-Württemberg.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet