Der Mann, der Neukölln liebt

Comedian Murat Topal und sein Berliner Bezirk

Neukölln gilt als das Beispiel misslungener Integration. Das Image des Berliner Bezirks ist der des Problemviertels, aus dem jeder ausziehen möchte, sobald ihm der soziale Aufstieg gelungen ist. Dieser Stadtteil ist die Heimat von Murat Topal: Hier wurde er geboren, im Nachbarstadtteil Kreuzberg war er zehn Jahre lang Polizist. Jetzt ist er Comedian und Autor.

Comedian Murat Topal
Comedian Murat Topal Quelle: ZDF

Mehr Migranten in Mitte

Neukölln: diesen Stadtteil kennt man bundesweit. Der Name steht für Hartz IV, hier sind die Jugendlichen muslimisch und kriminell, Neukölln, das ist Ghetto - so das Vorurteil. Der Bürgermeister des Bezirks, Heinz Buschkowsky, sagt, dass Multikulti gescheitert sei. Als dann im März 2006 ein Brief bekannt wurde, den Lehrer der Neuköllner Rütli-Schule an den Berliner Bildungssenator geschrieben hatten, weil sie sich täglich Schülergewalt ausgesetzt sahen, festigte das die schlechte Meinung über Neukölln.Diese Meinung über seinen Heimatstadtteil wollte der Comedian Murat Topal nicht unkommentiert lassen: In seinem Buch "Neukölln: Endlich die Wahrheit" schreibt er beispielsweise, dass im angesagten Stadtteil Mitte rund um die Museumsinsel der Ausländeranteil höher ist als in Neukölln. Und er hat herausgefunden, dass in Lichtenberg die meisten Hartz-IV-Empfänger wohnen, und nicht in Neukölln.


Topal arbeitete zehn Jahre lang als Polizist in Berlin-Kreuzberg, bevor er Comedy-Künstler wurde. Menschen und Charaktere, denen er bei seiner Arbeit als Polizist begegnet ist, tauchen in seinen Bühnenprogrammen und Büchern wieder auf.

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