Die Lieblingsfrau des Propheten

Aisha - als Kind verheiratet

Aisha war die dritte und jüngste der neun Frauen Mohammeds. Die Legende spricht von ihr als der Lieblingsfrau Mohammeds. Den Überlieferungen zufolge war Aischa bei ihrer Heirat mit Mohammed neun Jahre alt und beim "Vollzug der Ehe" in der Pubertät. Aisha war die Tochter des Kalifen Abu Bakr aus dem Stamme Quraisch. Wie die anderen Ehen Mohammeds war auch die Ehe mit Aisha politischer Natur.

Die junge Aisha soll die Lieblingsfrau von Mohammeds Frauen gewesen sein

Durch die Verbindung Mohammeds mit Aisha wurde die Beziehung des Propheten zu dem einflussreichen und wohlhabenden Abu Bakr gestärkt. Die Quellen beschreiben Aisha als sehr attraktiv und der Prophet war ihr sehr zugetan.

Aisha - Frau mit Mut zur Kritik

Daher konnte sie es sich als eine der wenigen Personen der frühen islamischen Gemeinde leisten, Muhammad gegenüber kritische Fragen zu stellen. Bekannt wurde sie nicht zuletzt durch einen Skandal. Aisha hatte den Propheten und sein Heer auf einem Kriegszug begleitet. Auf einer Rast entfernte sie sich von der Truppe, die sie versehentlich zurückließ. Ein junger Mann begleitete Aisha nach Medina zurück, was Anlass zu vielen Gerüchten gab. Der Koran erklärt und rechtfertigt jedoch Aishas Verhalten (Sure 24, Verse 11 ff.) und erkennt ihre Unschuld an.

Gleichzeitig legt er fest, dass für die Bestätigung einer Unzuchtshandlung vier Zeugen notwendig sind. Während der Kalifate ihres Vaters und dessen Nachfolger hatte sich Aisha weitgehend aus der Politik herausgehalten. Nach dem Tod des Propheten soll sie sich dann jedoch intensiv in die Auseinandersetzungen um die Führung der islamischen Gemeinde eingemischt haben. Nach der Ermordung des dritten Kalifen Uthman nahm sie dann aktiv an den Nachfolgeauseinandersetzungen zwischen Ali und seinen Gegnern teil und schlug sich auf die Seite der Gegner Alis.

Aishas Aufruhr gegen Ali

656 befürwortete sie einen Aufruhr gegen den vierten Kalifen Ali, einen Vetter ihres verstorbenen Mannes, des Propheten Mohammed. Der Kalif jedoch schlug in der sogenannten "Kamelschlacht" bei Basra den Aufstand nieder und nahm unter anderem Aisha gefangen. Er begnadigte sie später und befahl sie nach Medina, wo sie bis zu ihrem Tod im Jahre 678 lebte. Für die Sunniten gehört Aisha zu den wichtigsten Persönlichkeiten des Islam. Für sie ist Aisha ein Vorbild an Frömmigkeit, eine Hauptautorität für die Weitergabe von Prophetentraditionen (Hadithe) und eine Autorität in der Auslegung des Koran.

Aisha wird - wie auch die anderen Frauen Mohammeds - als "Mutter der Gläubigen" bezeichnet. Da Aisha aber als Gegnerin von Ali bekannt war, erkennt nicht nur die schiitische Hadith-Wissenschaft ihre Autorität nicht an - von den Schiiten wird sie allgemein aufgrund ihrer Intrigen gegen Ali und gegen Mohammeds Tochter Fatima als eifersüchtig und boshaft verachtet.

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