Eine türkischstämmige Lehrerin

Porträt von Betül Durmaz

Es gibt nur wenige Lehrerinnen und Lehrer mit Migrationshintergrund. Eine davon ist Betül Durmaz aus Gelsenkirchen. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie von ihrer Arbeit berichtet.

Betül Durmaz, die 1968 in Istanbul geboren wurde, ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. Sie arbeitete zunächst als Flugbegleiterin, um ihr Lehramtsstudium zu finanzieren. Inzwischen unterrichtet sie an der Malteser-Förderschule in Gelsenkirchen. Sie kämpft täglich den fast aussichtslosen Kampf um Integration und Chancengleichheit: 70 Prozent der Kinder an ihrer Schule haben ausländische Wurzeln.

Gespräch mit Betül Durmaz: Integration durch mehr Migranten-Lehrer?

Aber von den 30 Lehrern ihrer Schule ist sie die einzige, die selbst eine Zuwanderungsgeschichte hat. Ihre Erfahrungen hat sie jetzt in Döner, Machos und Migranten aufgeschrieben.

Die Rheinpfalz schreibt zu Durmaz' Buch, es sei "eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die sich ernsthaft für den Zustand unseres Landes interessieren." Und die F.A.Z. meint zu Betül Durmaz: "Sie nimmt den Kampf um die Moderne auf, um die Integration von Kindern, die für eine aufgeklärte, tolerante Gesellschaft noch nicht verloren sind. Sie lebt vor, was eine deutsche Muslimin mit türkischen Wurzeln erreichen kann, tritt für die Freiheit der Mädchen und Frauen ein, füllt die Lücke, welche die politische Klasse reißt, die das Problem ignoriert. Da braucht es keinen Thilo Sarrazin, um zu erkennen, worum es geht."

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet