Feuer- und Seebestattung

Eine im Islam ungewöhnliche Praxis

Feuer- und Seebestattungen sind im Islam eher ungewöhnlich. Manche islamischen Gelehrten gehen sogar so weit, sie zu verbieten.

Osama Bin Laden (Bild aus 2000)
Osama Bin Laden (Bild aus 2000) Quelle: dpa

Grund dafür: Der Tote soll an einem würdigen Ort bestattet werden, an dem die Angehörigen und Nahestehenden sich von ihm verabschieden können.

Gräber für das Gedenken

Außerdem kennt der Islam, genauso wie das Christentum, die Tradition der Friedhofbesuche, um die Gräber der Toten aufzusuchen und dort durch Rezitation des Korans und Vortragen von Bittgebeten um den Segen für die verstorbene Person zu bitten. Bei einer Bestattung auf See wäre dies schlecht möglich.

Eine Feuerbestattung kennt der Islam nicht, da nach islamischer Theologie der menschliche Körper Gott gehört und nicht dem Menschen. Daher muss die Unversehrtheit des Körpers gewährleistet werden. Außerdem besteht die Auffassung, dass durch eine Feuerbestattung auch die Seele des Menschen mit verbrannt wird, und er somit nicht das ewige Seelenheil erlangen kann.

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