Heilige Nacht im Islam

Nacht der Bestimmung

Ähnlich wie das Christentum kennt auch der Islam auch eine heilige Nacht. Im Arabischen heißt sie "Lailatu l-Qadr", die "Nacht der Bestimmung".

Nacht der Bestimmung Quelle: ZDF

Von dieser Nacht heißt es im Koran in Sure 97, 1-5: "Wir haben ihn in der Nacht der Bestimmung hinabgesandt. Woher sollst du wissen, was die Nacht der Bestimmung ist? Die Nacht der Bestimmung ist besser als tausend Monate. Die Engel und der Geist kommen in ihr mit der Erlaubnis ihres Herrn herab mit jedem Anliegen. Voller Frieden ist sie bis zum Aufgang der Morgenröte."

Bedeutungsvolle Nacht

Für Muslime ist diese Nacht von großer Bedeutung, da in ihr der Koran zum ersten Mal von Gott an den Propheten Muhammad offenbart worden sein soll. Nach islamischem Glauben diktierte der Erzengel Gabriel Muhammad folgende Worte: "Lies im Namen deines Herrn, der erschaffen hat, den Menschen erschaffen hat aus einem Embryo. Lies. Dein Herr ist der Edelmütigste, der durch das Schreibrohr gelehrt hat, den Menschen gelehrt hat, was er nicht wusste." (Sure 96, Vers 1-5)


Diese erste Offenbarung fand im Fastenmonat Ramadan statt. So heißt es in Sure 2, Vers 185: "Der Monat Ramadan ist es, in dem der Koran herabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen." Daher gilt der Ramadan als besonders segensreicher Monat. Das genaue Datum der Nacht der Bestimmung ist nicht sicher, fällt aber auf einen der ungeraden Tage in den letzten zehn Nächten des Ramadan. Im allgemeinen begehen die Muslime diese Nacht am 27. Tag des Ramadan durch ein besonderes Gebet in der frühen Nacht. Die Nacht der Bestimmung gehört zu den Höhepunkten des Jahres im islamischen Festkalender.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet