Integration im Schrebergarten

Die internationalität der Laubenpiper

Galt der Schrebergarten lange Zeit als die letzte Bastion urdeutschen Brauchtums, so mieten sich immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund eine Parzelle in einem deutschen Kleingarten. Das geht nicht immer ohne Konflikte ab - aber trotzdem: der Schrebergarten verbindet über die unterschiedlichsten Nationen hinweg.

Die neuen Schrebergärtner kommen unter anderem aus der Türkei, den Staaten der früheren Sowjetunion, aus dem ehemaligen Jugoslawien - kurzum aus aller Herren Länder. Auch wenn es oft mit den deutschen Sprachkenntnissen schwierig ist, erweisen sich die Kleingartenkolonien zunehmend als gutes Integrationsvehikel.

Strenge Regeln

Denn die Kleingartenordnung gibt die Organisation der Laubenpieper in Kolonievereinen vor. Doch nicht immer halten sich die Neuankömmlinge an die strengen Regeln. Und so sind Konflikte vorprogrammiert. Dies geht in manchem Fall so weit, dass Vorstände neue Bewerber mit Migrationshintergrund von vornherein ablehnen. Dies waren bislang jedoch Einzelfälle.

Tatsächlich spiegelt der prozentuale Anteil der Schrebergärtner mit Migrationshintergrund in den Kleingärten das Verhältnis des Anteils der Migranten in der Bundesrepublik zur Gesamtbevölkerung wider. Dies geht aus einer Befragung hervor, die der "Bundesverband Deutscher Gartenfreunde" in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration im Jahre 2004 durchgeführt hat. Die Ergebnisse sind in dem Leitfaden "Miteinander leben - Integration im Kleingarten" zusammengefasst.

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