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Erklärung des Gesprächskreises "Christen und Muslime"

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Christen und Muslime haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Die katholische Vositzende des Gesprächskreises Gabriele Erpenbeck und die islamische Theologin Rabeya Müller reden über die Ziele.

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.11.2017, 23:55

Christen und Muslime, die sich in einem Gesprächskreis beim Zentralkomitee der Katholiken (ZdK) treffen, haben eine neue Erklärung herausgegeben: "Christen und Muslime – Partner in der pluralistischen Gesellschaft - Eine gemeinsame Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Fragen". Über die Erklärung spricht "Forum am Freitag"-Moderator Abdul-Ahmad Rashid mit der Vorsitzenden des Gesprächskreises Gabriele Erpenbeck sowie der muslimischen Theologin Rabeya Müller.

Der Gesprächskreis "Christen und Muslime" beim ZdK besteht seit Juni 2000. Er setzt sich derzeit aus elf Christen und sieben Muslimen zusammen und dient der Verständigung über aktuelle Fragen der christlich-muslimischen Beziehungen im deutschen Kontext. Seit seinem Bestehen diskutiert der Gesprächskreis Fragestellungen wie beispielsweise den Karikaturenstreit oder das Kopftuchverbot.

Für das Miteinander der Religionen

Im November 2008 veröffentlichte der Gesprächskreis mit Zustimmung des Präsidiums des ZdK seine erste Erklärung "Islamischer Religionsunterricht als Chance für Integration und Dialog", in der sich der Gesprächskreis für die Einführung eines konfessionellen islamischen Religionsunterrichts an öffentlichen Schulen ausspricht.

Der Gesprächskreis spricht sich außerdem für den religiösen Pluralismus aus. Auf der Internetseite des ZdK heißt es: "Um das friedliche Miteinander in einer pluralistischen Gesellschaft zu gewähr­leisten, ist ein vertrauensvoller Grundkonsens nötig. Religiös-weltanschaulich neutrale Staaten wie Deutschland bieten hierfür einen angemessenen Rahmen, der aus islamischer wie aus christlicher Sicht zu bejahen und zu fördern ist. Einer Tendenz, die Religion aus dem öffentlichen Raum zu drängen und ganz auf den privaten und individuellen Bereich zu begrenzen, ist entgegenzutreten. Religionsgemeinschaften müssen nicht nur die Möglichkeit haben, ihre Religion frei auszuüben, sondern sind aufgerufen, sich auch mit ihren religiösen Werten bei der Gestaltung des Zusammenlebens einzubringen."

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