Proteste gegen Beleidigung des Propheten

Wut in Teilen der islamischen Welt reißt nicht ab

Kultur | Forum am Freitag - Proteste gegen Beleidigung des Propheten

Das YouTube-Video "Innocence of Muslims" erzürnt weltweit Muslime - aber kaum in Deutschland. Warum ist das so? "Forum am Freitag"-Moderator Abdul-Ahmad Rashid sucht nach Antworten.

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 21.09.2017, 23:59

Das YouTube-Video "Innocence of Muslims" erzürnt weltweit Muslime - aber kaum in Deutschland. Warum ist das so? "Forum am Freitag"-Moderator Abdul-Ahmad Rashid sucht nach Antworten.

An vielen Orten der islamischen Welt protestieren nach wie vor Muslime: Die Demonstrationen richten sich gegen das islamfeindliche Schmähvideo aus den USA und die französischen Karikaturen des Propheten Mohammed. Das Auswärtige Amt in Berlin will an einzelne diplomatische Vertretungen zusätzliches Sicherheitspersonal schicken, hat sich aber noch nicht festgelegt, ob auch Botschaften geschlossen werden. Das deutsche Konsulat in der sudanesischen Hauptstadt Khartum war vor einer Woche gestürmt worden.

Schon mehr als 30 Gewaltopfer seit Ausbruch der Proteste

Seit dem Beginn der durch den Schmähfilm "Unschuld der Muslime" ausgelösten Ausschreitungen am 11. September in mehr als 20 Ländern wurden mindestens 30 Menschen getötet, darunter der US-Botschafter in Libyen. Cindy Lee Garcia, eine an dem Film beteiligte Schauspielerin, hat unterdessen wegen Betrugs und Rufmords Klage gegen den Filmemacher eingereicht. Sie forderte auch den Internet-Giganten Google auf, das Video von YouTube zu entfernen. Regisseur Nakoula Basseley Nakoula soll die Filmcrew nicht über seine wirkliche Absicht informiert und den Streifen erst im Nachhinein in eine Beleidigung des Propheten umfunktioniert haben.

US-Präsident Barack Obama bezeichnete Nakoula bei einem Fernsehauftritt als "dubiose Figur". Obamas Sprecher Jay Carney sagte, die neuen Mohammed-Karikaturen seien "zutiefst beleidigend" für manche Gläubige und hätten das Potenzial, einen Aufruhr zu entzünden. Die zielgerichteten Provokationen und die wütenden Reaktionen von Muslimen darauf haben weltweit Diskussionen ausgelöst, wie weit Meinungsfreiheit gelten soll, wenn sie religiöse Gefühle verletzt.

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