Zwanzig Jahre nach Mölln

Gedenken an die Brandanschläge von 1992

Kultur | Forum am Freitag - Zwanzig Jahre nach Mölln

Am 23.11.1992, vor 20 Jahren, hatten Neonazis zwei Häuser in der Möllner Altstadt angezündet. Eine türkische Frau und zwei ihrer Enkelinnen wurden getötet. Kamran Safiarian hat die Stadt besucht.

Beitragslänge:
14 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 23.11.2017, 23:59

Am 23. November 1992, vor genau 20 Jahren, hatten Neonazis zwei Häuser in der Möllner Altstadt angezündet. Eine türkische Frau und zwei ihrer Enkelinnen wurden getötet, neun weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Am Jahrestag der Anschläge findet in Mölln eine offizielle Gedenkfeier mit dem türkischen Botschafter statt. "Forum am Freitag"-Moderator Kamran Safiarian hat die Stadt vorab besucht. Er spricht mit Faruk Arslan, einem Angehörigen der Opfer von Mölln, dem Bürgermeister der Stadt Jan Wiegels sowie mit  Malou Berlin. Sie ist Dokumentarfilmerin von "Nach dem Brand" (D, 2012).

Demonstration gegen Rechtsextremismus in Mölln
Demonstration gegen Rechts in Mölln

Bereits am Samstag haben in Mölln mehrere hundert Menschen gegen Rechtsextremismus demonstriert und mit einem Solidaritätskonzert an die Opfer erinnert. Vor rund 700 Zuhörern bekundeten der Hamburger Musiker Jan Delay und andere Künstler ihre Solidarität mit den Opfern und deren Familien. Außerdem hatten am Vormittag rund 800 Menschen in Mölln gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Rassismus tötet" hatten die Linkspartei und antifaschistische Gruppen aufgerufen.

Täter haben Haftstrafen abgesessen

Unter den Demonstranten waren auch Mitglieder der Familie Arslan, die bei den Anschlägen drei Angehörige verloren hatte. Die meisten Teilnehmer der Demonstration waren aus anderen Städten angereist. Bürger aus Mölln waren kaum unter den Demonstranten.

Im Dezember 1993 war einer der Täter zu zehn Jahren Jugendstrafe, der andere zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden. Beide befinden sich mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

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