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Stars gegen Trump: Widerstand in New York

Standbild: Stars gegen Trump

In diesen Wochen vor der US-Wahl blüht im liberalen, freigeistigen New York der Widerstand. Prominente Intellektuelle gründeten "Writers against Trump" und setzen auf die Macht der Sprache im Kampf für einen neuen Präsidenten.

28.10.2020
28.10.2020
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Der Widerstand der Intellektuellen ist im Laufe der Präsidentschaft Donald Trumps immer weiter gewachsen. Die ZDF-Reporterin Susanne Becker besuchte die New Yorker Szene gleich 100 Tage nach Trumps Amtsantritt und nochmals vor den Midtermelections und die Interviews haben nichts von ihrer Schärfe, Hoffnung und Energie verloren - sie zeichnen den Aktivismus vor, der jetzt New York erfüllt.

Ein Jahr nach ihrem Filmpanorama über die Reaktionen von Prominenten in den USA auf 100 Tage Präsidentschaft von Donald Trump, ist Susanne Becker nach New York zurückgekehrt, um erneut den gesellschaftspolitischen Puls der Kulturszene zu fühlen. Hat man sich zwanzig Monate nach Trumps Amtseinführung an das neue Amerika gewöhnt? Oder wächst der Widerstand von Stars, Künstlern und Intellektuellen gegen den Präsidenten?

So zeigt die Dokumentation ein dichtes Panorama darüber, wie sich das kulturelle Amerika zu US-Präsident Trump positioniert und wählt dafür die besondere Form einer filmischen Langzeitbeobachtung. Im Herbst 2018, ein Jahr nach ihrer letzten USA-Reportagereise, trifft Reporterin Susanne Becker in New York auf angespannte Stimmung.

Starschriftsteller Paul Auster äußert sich über die gesellschaftspolitische Entwicklung unter Trump noch schockierter als beim ersten Treffen: "Es ist ein Alptraum", so Auster, "Stück für Stück zerstören Trump und die Republikaner Amerika".

Eine weitere starke Stimme im Film ist der preisgekrönte Journalist und Schriftsteller Andrew Solomon aus Manhattan: "Ich bin entsetzt über die grausame Trennung von Einwandererkindern von ihren Eltern an der Grenze", so Solomon, "Das ist eine gefährliche, menschenverachtende Entwicklung, die mich an Stalins Russland erinnert, aber auch an die frühen 30er Jahre in Deutschland."

Widerstand, um zu überleben

Weitere aktuelle Reaktionen geben die New-York Times-Redakteurin Katie Kingsbury, die mehr Offensive von den Demokraten fordert, die Schriftstellerin Siri Hustvedt, die den konservativen Rückschlag für die Frauen anprangert, und der Künstler Shimon Attie. Atties aufsehenerregende Installation "Nightwatch" - Migranten-Portraits auf einem gewaltigen LED-Screen auf einem Schiff unweit der Freiheitsstatue - ist sein Mahnmal gegen die Mauer und den spaltenden Ton von Präsident Trump: "Widerstand ist tatsächlich die einzige Möglichkeit, zu überleben", so Attie, "Was hier geschieht ist ein Anschlag auf die Grundwerte der Menschlichkeit. Und die lassen wir uns von 'the Donald' nicht zerstören."

Mit ihrer Dokumentation zeichnet Filmemacherin Susanne Becker ein spannungsreiches Bild der Träume und der Abgründe im heutigen New York, der legendären Heimstatt des Freigeists und der liberalen Medien in einem Amerika im Wandel.

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