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Buchzeit

Talkrunde über literarische Neuerscheinungen im

Anlässlich der Frankfurter Buchmesse 2018 diskutiert Gert Scobel mit den Literatur-Fachfrauen Barbara Vinken, Sandra Kegel und Katrin Schumacher über ausgewählte Neuerscheinungen.

Und das sind die Bücher, um die es in dieser "Buchzeit" geht: "Mein Ein und Alles" von Gabriel Tallent, "Verwirrnis" von Christoph Hein, "Mein Jahr der Ruhe und Entspannung" von Ottessa Moshfegh und "Kriegslicht" von Michael Ondaatje.

Ein 14-jähriges Mädchen wächst allein mit seinem besitzergreifenden Vater in einer dschungelartigen Landschaft im Norden Kaliforniens auf. Fern ab von der Zivilisation, wild, immer eine Waffe zur Hand. Eine Heldin, die fasziniert und schockiert zugleich. Gabriel Tallents Roman "Mein Ein und Alles" stand nach seinem Erscheinen wochenlang auf der Bestsellerliste der New York Times.

Zuerst sind sie Schulfreunde, dann verlieben sie sich ineinander. Wie lebt sich homosexuelle Liebe in den 1950er-Jahren in Thüringen, in einem bildungsbürgerlichen, sehr katholischen Umfeld? Wie umgehen mit dem Gefühl von Scham und Sünde? Christoph Heins Roman "Verwirrnis" zeichnet das Psychogramm einer verbotenen Liebe vor dem Hintergrund deutsch-deutscher Zeitgeschichte.

Eine 26-Jährige arbeitet in einer New Yorker Galerie, ist wohlhabend, ausgesprochen hübsch und führt ein Hochglanzleben. Und genau dem kehrt sie plötzlich den Rücken. Mithilfe einer Psychiaterin und Unmengen von Medikamenten begibt sie sich in den Winterschlaf. "Mein Jahr der Ruhe und Entspannung" heißt der neue Roman vom Shooting-Star am amerikanischen Literaturhimmel Ottessa Moshfegh.

Ein Mann recherchiert in eigener Sache: Warum haben seine Eltern ihn und seine Schwester im London der 1950er-Jahre einfach so bei Fremden zurückgelassen? Warum haben sie gelogen? Wer waren all die merkwürdigen Menschen, die sich plötzlich um sie kümmerten? Michael Ondaatje, Autor von "Der englische Patient", entwirft in "Kriegslicht" eine Spionage- und Familiengeschichte vor dem Hintergrund des Kalten Krieges.

Barbara Vinken ist Literaturwissenschaftlerin und Professorin für romanische Philologie. Neben ihrer Lehr-und Forschungstätigkeit hat sie sich auch als Autorin profiliert, unter anderem mit kulturhistorischen Studien über "Die deutsche Mutter" und die Mode als Zeichen- und Kommunikationssystem in "Angezogen. Das Geheimnis der Mode".

Sandra Kegel ist Redakteurin der "FAZ" für Literatur und literarisches Leben. Sie ist Mitglied in diversen Jurys, unter anderem für den Preis der Leipziger Buchmesse und den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Katrin Schumacher ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Im MDR leitet sie die Redaktion Literatur, Bühne und Film. Seit Jahren moderiert sie eigene Buchformate und rezensiert Neuerscheinungen.

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