Drei Schwestern

von Simon Stone nach Anton Tschechow

Kultur | Musik und Theater - Drei Schwestern

Ein Wochenende mit Freunden und Familie. Der Wunsch nach Harmonie ist groß, die Chancen darauf gering. - Erstes von drei "Starken Stücken" in 3sat.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 06.05.2017, 20:17 - 22:25
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland , Schweiz 2017

Der Australier mit Basler Wurzeln, Simon Stone, erschafft eine radikal zeitgenössische Version von Tschechows Klassiker "Drei Schwestern". Wie in einer Fernsehserie wechselt die Inszenierung nahtlos von einer Szene zur nächsten.

Die Handlung

Holzhütte im Schnee mit drei erleuchteten Fenstern. Menschen in und vor dem Haus - Bühnenbild zu "Drei Schwestern"
Das Ensemble des Theater Basel in Lizzie Clachans Bühnenbild zu "Drei Schwestern". Quelle: ZDF / Sandra Then

Ein modernistisches Holzhäuschen ist das Feriendomizil, in dem sich die drei Schwestern mit Bruder Andrej, Partnern und Freunden treffen. Irina, die Jüngste, will ihren Geburtstag feiern. Kein Landgut in den Weiten Russlands, sondern eine großflächig verglaste Holzhütte wird zum Terrarium, in dem sich die Versuchstiere um Kopf und Kragen reden, Lebenslügen entlarven und die profane Hülle, die bisher alles notdürftig zusammengehalten hat, platzen sehen. Ehebruch, Verrat, Gewalt und Sucht verdichtet in einem Setting, das alltäglicher nicht sein könnte. Regisseur Simon Stone lässt kein Wort von Tschechow übrig, selbst der Sehnsuchtsort Moskau wird zu Berlin, wo aber auch keiner mehr hin will, weil man ohnehin schon alles erlebt hat. Doch Tschechows großes Thema der unerfüllten Liebe bleibt auch im heutigen Gewand erschütternd schmerzhaft. Es endet in einer Katastrophe, die den Verlust des Hauses zu einer Lappalie werden lässt.

Das kleine Haus scheint auf der Bühne ständig in Bewegung zu sein. Jede Drehung rückt einen neuen Konflikt in den Fokus, die Fenster gewähren neue Einblicke und Einsichten in die verworrenen Gefühle einer zerrütteten Familie. Das Spiel des Baseler Ensembles wird immer mehr zum Furor und lässt Schmerz und Verzweiflung am Ende selbst durch Fensterglas lebhaft spürbar werden.

Darsteller

Olga Barbara Horvath
Mascha Franziska Hackl
Irina Liliane Amuat
Andrej Nicola Mastroberardino
Natascha Cathrin Störmer
Theodor Michael Wächter
Alexander Elias Eilinghoff
Viktor Simon Zagermann
Nikolai Max Rothbart
Roman Roland Koch
Herbert Florian von Manteuffel

Die Kurzfilme im Überblick

Aus jeder Inszenierung, die beim Theatertreffen gastiert, werden eine Schauspielerin oder ein Schauspieler eingeladen, einen kurzen Film mit Marcus Gaab zu drehen. Dabei entscheiden die Protagonisten*innen selbst, in welcher Form, mit welchen Mitteln sie die jeweilige Inszenierung, mit der sie zum Theatertreffen eingeladen sind, einfangen wollen.

Mit den Schauspielern Anna Keil, Ingo Günther, Valery Tscheplanova, Sebastian Schneider, Graham F. Valentine, Roland Koch, Andreas Beck, Jeremy Killick, Barbara Nüsse, sowie dem "Five Easy Pieces" cast Rachel, Maurice, Pepijn, Willem, Polly, Elle Liza und Winne.

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