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Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem

Aufzeichnung, St. Petri Dom Bremen

Kultur | Musik und Theater - Johannes Brahms - Ein deutsches Requiem

Brahms "Deutsches Requiem" ist ein Werk für die Lebenden. Nicht das Seelenheil der Verstorbenen ist sein Anliegen, sondern Trost für die Hinterbliebenen.

Beitragslänge:
71 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.05.2018, 23:59

150 Jahre nach der Uraufführung der Bremer Fassung kehrt das "Deutsche Requiem" 2018 in den Dom der Hansestadt zurück - mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen unter der Leitung von Paavo Järvi, dem Lettischen Staatschor sowie Valentina Farcas und Matthias Goerne in den Solopartien.

Wie viele andere Werke Brahms entstand das "Deutsche Requiem" in mehreren Etappen und über einen großen Zeitraum hinweg. Nach langwierigen Vorarbeiten wurden 1861 erste Teile schriftlich fixiert. Doch es dauerte noch sieben Jahre, bis am Karfreitag 1868 erstmals eine vollständige Fassung mit sechs Sätzen im St. Petri Dom in Bremen erklang. Die Aufführung wurde vom Komponisten selbst dirigiert. Sie war ein großer Erfolg und bedeutete einen entscheidenden Wendepunkt in Brahms Karriere. Vorher eher als Klaviervirtuose wahrgenommen, wurde er jetzt schnell als Komponist bekannt. Nochmal ein Jahr später wurde dann die heute allgemein gespielte siebensätzige Fassung in Leipzig uraufgeführt.

Brahms' sehr eigenständige, gewissermaßen "evangelische" Auffassung der lateinischen Totenmesse, die Adressierung des "Deutschen Requiems" an die Trauernden, ist wohl auch durch eigene Erfahrungen, etwa beim Tode Robert Schumanns, begründet.

Mehr Oratorium als Totenmesse

Der Titel allerding führt auf die falsche Spur, denn die berühmten Requiem-Vertonungen mit ihrer festen Bindung an die Liturgie der katholischen Totenmesse sind kein Vorbild für das "Deutsche Requiem". Eher könnte man es als Oratorium auffassen, das ohne liturgischen Ort konfessions- und religionsübergreifend ist.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen spielt das Werk in der Fassung mit sieben Sätzen. Allerding orientiert sie sich hinsichtlich der Orchesterstärke an der Anzahl der Mitwirkenden, die Brahms seinerzeit zur Verfügung stand. Und die war deutlich geringer als heute üblich.

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