SING IT LOUD - Luthers Erben in Tansania

Film von Julia Irene Peters

Chor in Tansania

Kultur | Musik und Theater - SING IT LOUD - Luthers Erben in Tansania

Jeder Chor in Tansania träumt davon, einmal den großen Chorwettbewerb zu gewinnen. Doch der Weg zum Erfolg ist hart. Gefordert ist nicht weniger als die Aufführung eines vierstimmigen Luther-Chorals.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 28.10.2017, 21:59 - 23:27
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar

Evangelische Chöre spielen eine wichtige Rolle in der tansanischen Gesellschaft. Und ein Sieg beim Wettbewerb bringt Ruhm und Ansehen. Jeder Chor muss ein selbst komponiertes geistliches Lied in tansanischer Tradition vortragen, und, als Pflichtprogramm , einen vierstimmigen Luther-Choral aus dem deutschen evangelischen Gesangbuch! Das ist eine äußerst schwierige Aufgabe, denn Melodik und Rhythmik der tansanischen Musik haben mit dem Duktus eines deutschen Kirchenliedes nur sehr wenig gemein. Umso mehr Arbeit und Mühe investieren die Sänger in die Proben.

Die Chormitglieder sind die Protagonisten des Films

Im Zentrum des Films stehen die Menschen, die in den drei Chören singen. Einer von ihnen ist Nuru. Er hat im "Kanaani-Jugendchor" ein neues Zuhause gefunden, nachdem er seine Familie verlassen musste. Er und sein Chor wollen den Wettbewerb unbedingt gewinnen. Sie proben jeden Tag und arbeiten mit professionellem Anspruch an sich und ihrer Performance.

Evarest und Maria gehören zur Mittelschicht. Sie haben eine Autoreparaturwerkstatt, arbeiten viel und verdienen gut; für die Proben mit ihrem "Cantate-Chor"; bleibt dabei allerdings weniger Zeit.

Auch Martha und Simon arbeiten hart, doch ihr kleiner Bauernhof wirft nur wenig ab. Singen ist für sie reine Lebensfreude und Ausdruck ihrer tiefen Religiosität. Und insgeheim hoffen auch sie, mit dem "Neema-Landchor" beim Wettbewerb ganz weit vorne zu landen.

Die Geschichte des Films

Julia Irene Peters
Die Autorin und Regisseurin Julia Irene Peters. Quelle: ZDF / Vita Spieß


Seitdem Regisseurin Julia Irene Peters vor zwölf Jahren erstmals den großen Chorwettbewerb in Tansania erlebt hat, ist sie fasziniert von dem Land an der afrikanischen Ostküste und von der Freude der evangelischen Christen dort am Singen. In ihrem Film ist der Wettbewerb Ausgangs- und Zielpunkt, um vom Leben von Menschen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten Tansanias zu erzählen. Dabei lenkt sie den Blick auch auf ein dunkles und lange verdrängtes Kapitel deutscher Kolonialgeschichte.

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