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Starke Stücke: Trommeln in der Nacht

Schauspiel von/nach Bertolt Brecht

Kultur | Musik und Theater - Starke Stücke: Trommeln in der Nacht

Sie können bei uns wählen: möchten Sie lieber das Ende von Brecht sehen oder interessiert Sie mehr das Ende nach Brecht? Natürlich können Sie sich auch beide Enden ansehen.

Datum:
Sendungsinformationen:
Im TV: 3sat, 19.05.2018, 20:15 - 22:04
Verfügbarkeit:
Leider kein Video verfügbar
Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2018

Sie haben die Wahl

Bei Brecht gesteht Anna schließlich ihre Schwangerschaft, Kragler verzeiht ihr und wendet sich von den Protesten ab, um sein privates Glück zu finden. Ein Ende, das Brecht später selbst als zu rührselig empfand. Christopher Rüping bietet deshalb eine zusätzliche Schlussvariante an: Kragler lässt Anna zurück und schließt sich den Revolutionären an. Er zieht in den Kampf, das Politische siegt über das Private.

Ende von Bertolt Brecht

Klicken Sie auf das Video für den 5. Akt in der Version von Bertolt Brecht: Andreas Kragler entscheidet sich für den Rückzug ins Private. Er geht mit Anna nach Hause und überlässt die Revolution sich selbst.

Ende nach Bertolt Brecht

Klicken Sie auf das Video für den 5. Akt in einer Version nach Bertolt Brecht: Andreas Kragler entscheidet sich für den Aufbruch ins Politische. Er zieht mit den Revolutionären in den Kampf und überlässt Anna sich selbst.

Vier Jahre nach dem Ersten Weltkrieg rechnet keiner mehr mit der Rückkehr des Artilleristen Andreas Kragler, nur Anna, die ihn immer noch liebt. Doch hindert sie das nicht daran, sich mit dem Kriegsgewinnler Murk einzulassen.

Bald bleibt ihr kein anderer Ausweg, als ihren verschollenen Geliebten zu verraten: Sie ist schwanger von Murk und ihre Eltern drängen auf die Verlobung. Als sich Anna endlich dazu durchringen kann, taucht Kragler wieder auf, kehrt heim aus der Kriegsgefangenschaft. Zu spät. Niemand will mehr etwas von ihm wissen, er stört die Idylle, die keine ist. In der Stadt tobt der Spartakusaufstand, dem sich Kragler, jede Hoffnung auf Glück verloren, anschließt.

„Trommeln in der Nacht“ von Bertolt Brecht ist das erste all seiner Stücke, das je auf einer Bühne gespielt wurde. Die Uraufführung fand 1922 in den Münchner Kammerspielen statt. Fast 100 Jahre später lässt Hausregisseur Christopher Rüping sein Ensemble nun an historischer Stätte die Originalinszenierung in einer Art Reenactment wiederaufleben. Bis hin zu einzelnen Bewegungen, die Anzahl von Schritten oder bestimmte Betonungen lässt er zu Beginn die Schauspielerinnen und Schauspieler das Original nachahmen, bis sich dann die strenge Form immer weiter auflöst, die einzelnen Figuren verschwimmen und das Bühnenbild zerstört wird.

Darsteller

  • Andreas Kragler - Christian Löber
  • Babusch, Journalist - Damian Rebgetz
  • Karl Balicke - Hannes Hellmann
  • Friedrich Murk - Nils Kahnwald
  • Anna Balicke - Wiebke Mollenhauer
  • Amalie Balicke - Wiebke Puls
  • u. a. -

Die Kurzfilme im Überblick

Aus den Inszenierungen, die beim Theatertreffen gastieren, werden Schauspieler eingeladen, einen kurzen Film mit Marcus Gaab zu drehen. Sie können sich auf ihre Art sichtbar machen, die mit der zum Theatertreffen eingeladenen Inszenierung verbunden ist - ein Einakter, ein Kunstmoment, ein zeitlich begrenztes, freies, anarchisches Spiel mit der Kamera.

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