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Königliche Dynastien

Die Bernadottes

Seit etwa 200 Jahren sitzen sie auf dem Thron und erfreuen sich großer Beliebtheit: die Bernadottes in Schweden. Die Dokumentation porträtiert die bedeutendsten Herrscher der Dynastie.

- Königliche Dynastien

Seit etwa 200 Jahren sitzen sie auf dem Thron und erfreuen sich großer Beliebtheit: die Bernadottes in Schweden. Die Dokumentation porträtiert die bedeutendsten Herrscher der Dynastie.

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Angefangen vom bürgerlichen Stammvater Jean Baptiste Bernadotte bis zu den Nachfahren, die heute im Stockholmer Palast residieren, führt der Film von Julia Melchior anhand der Biografien durch die ereignisreiche Geschichte der schwedischen Königsfamilie.

"Tod den Königen", diese Parole soll als Tattoo auf Jean Baptiste Bernadottes Oberarm geprangt haben, als er während der Französischen Revolution noch die Monarchie bekämpfte. Dass der ungestüme Franzose einst zum König von Schweden auserkoren würde, konnte er ja nicht ahnen. Aber 20 Jahre später, als Schwedens Monarchie vor einem Thronfolgeproblem stand und Napoleon in Europa den Ton angab, sah er in Bernadotte eine kluge Wahl für Stockholms Thron. Der Haudegen Bonapartes brachte den Schweden den Frieden und begründete die Neutralitätspolitik, die das Land bis heute auszeichnet.

Porträtiert wird auch Oskar II., ein Enkel des Stammvaters. Unter ihm, der als der "majestätischste aller schwedischen Könige" galt, wurde das Land weiter demokratisiert, das allgemeine Wahlrecht eingeführt. Das Multitalent Oskar schrieb, dichtete, komponierte. Für seine Landsleute übersetzte er die Literatur ausländischer Meister. Seine "Osterhymne" ist heute noch in den Kirchen Schwedens zu hören. Er war ein Mäzen der Künste und Wissenschaften. Und so überrascht es nicht, dass Alfred Nobel in seinem Testament den Wunsch äußerte, dass die Nobelpreise durch den König zu verleihen seien. Eine Tradition, die seither gepflegt wird.

Als Botschafter für den Frieden machte sich Folke Bernadotte, der Groß- und Patenonkel des heutigen Königs Carl Gustaf, einen Namen. Als Vizepräsident des schwedischen Roten Kreuzes verhandelte er mit Heinrich Himmler über die Freilassung von tausenden KZ-Häftlingen. 1948 beriefen ihn die Vereinten Nationen zum ersten UN-Vermittler und entsandten ihn in den Nahen Osten, um in der Palästina-Frage zu einer friedlichen Lösung zu kommen. Wenig später fiel er einem Anschlag jüdischer Terroristen zum Opfer. "Er war der erste UN-Botschafter, der für die Sache des Friedens starb", erinnert der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan.

Das Leben und Wirken Folke Bernadottes hat Schwedens Kronprinzessin Victoria immer fasziniert. Schon als Studentin befasste sie sich mit Bestrebungen zur Wahrung der Menschenrechte und Lösung internationaler Konflikte. Ihrer Tochter und Thronerbin gab sie den Namen Estelle - nach der Frau von Folke Bernadotte, die das humanitäre Lebenswerk ihres Mannes nach seinem Tod fortsetzte. Mit Kronprinzessin Victoria und Tochter Estelle werden eines Tages die ersten Frauen aus der Dynastie der Bernadottes den schwedischen Thron besteigen.

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