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UEFA verharrt im Schwebezustand

- UEFA verharrt im Schwebezustand

In Budapest tagt in dieser Woche die UEFA-Exekutive. Einen Präsidenten hat der Verband derzeit nicht. Der suspendierte Michel Platini hofft noch auf die Aufhebung seiner Sperre durch den CAS.

Beitragslänge:
1 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 02.05.2017, 18:49

Ohne einen Präsidenten trifft sich die Exekutive der Europäischen Fußball-Union in dieser Woche in Budapest. "Kein Idealzustand", kommentiert Wolfgang Niersbach die Situation im ZDF. Die Entscheidung, dem suspendierten Michel Platini alle Türen offen zu halten, verteidigt er dennoch.

Michel Platini ist bei der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees nicht dabei. Und doch bestimmt der Franzose das Geschehen im Corinthia Hotel von Budapest. Mit Spannung wird das Berufungsurteil des Internationalen Sportgerichtshofes CAS im Ethikverfahren gegen den 60-Jährigen erwartet. Wird die Sperre von sechs Jahren gegen den Franzosen wegen Ethikverstößen bestätigt, müsste die UEFA einen neuen Chef suchen.

Kein logischer Kandidat

Bislang hat die UEFA einen harten Schnitt gescheut. "Michel Platini muss die Möglichkeit haben, seinen Namen reinzuwaschen", lautete die Standardbotschaft. Einen logischen Kandidaten gibt es nach dem Aufstieg von Ex-Generalsekretär Gianni Infantino zum FIFA-Chef nicht.

Niersbach ist seit seiner Verwicklung in die deutsche WM-Affäre nicht mehr vermittelbar. Angel Maria Villar Llona - formal als UEFA-Vize Platinis Vertreter - ist ein Mann der alten Garde, steht nicht für Aufbruch und hat auch intern viele Gegner. Der Niederländer Michael van Praag ist ein Konsenstyp, wäre aber mit 68 Jahren für die Restamtszeit bis 2019 nur ein Übergangschef. Dennoch ist er Favorit.

Ad-hoc-Entscheidung abgelehnt

Der CAS will bis spätestens 9. Mai eine Entscheidung in der Causa Platini verkünden. Eine Aufhebung der Sperre wäre eine große Überraschung. Die Ironie: Der CAS hatte eine Ad-hoc-Entscheidung bis zum Montag angeboten, Platini lehnte ab. Die erwartete Bestätigung seiner Sperre hätte die UEFA bei ihrer Vollversammlung in enorme Turbulenzen gestürzt. Dabei war das Meeting in Budapest ursprünglich von März in den Mai verlegt worden, in der Hoffnung, dass die seit Herbst 2015 schwelende Causa Platini bis dahin endlich geklärt sei.

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