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Update am Morgen - Erinnerung an den 17. Juni

Datum:
Bettina Schausten

Guten Morgen,

17. Juni. Wer, wie ich, in der alten Bundesrepublik aufwuchs, hat diesen Feiertag noch verinnerlicht als "Tag der deutschen Einheit", Gedenken an den Volksaufstand 1953 in der DDR. Seit wir die Einheit 1990 zurückerlangt haben, ist der 17. Juni kein Feiertag mehr, doch das Erinnern lohnt. Die schlechte Versorgungslage, heraufgesetzte Arbeitsnormen, zunehmende Wut über Misswirtschaft und die Arroganz der Herrschenden trieb die Menschen damals auf die Straße.

DDR-weit gab es Demonstrationen, bei denen auch der Ruf nach freien Wahlen, dem Abzug der Sowjet-Truppen und Wiedervereinigung laut wurden. Der Aufstand wurde von sowjetischen Panzern blutig niedergeschlagen, mindestens 55 Menschen starben, Tausende wurden verhaftet. In den Schulbüchern der DDR wurde der breite Aufstand fortan als faschistischer Putschversuch dargestellt.   

Archiv: Demonstranten während des Aufstands vom 17. Juni 1953 auf dem Holzmarkt in Jena
Quelle: dpa

Die Erinnerung an den 17. Juni ist wertvoll. Nicht nur, weil sie uns das Geschenk der Deutschen Einheit vor Augen führt, die am Ende unblutig und friedlich errungen wurde. Auch, weil sie das Bewusstsein schärft für den Wert von Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie. Und wir merken derzeit deutlich: Nichts davon ist selbstverständlich.

Der Bundesinnenminister schlägt diese Woche Alarm und warnt vor einer "vielfältigen Bedrohungslage für unsere freiheitliche Gesellschaft" durch Extremisten von rechts, von links, durch Islamisten. Und die Pandemie verschärft die Lage: Corona-Proteste werden populistisch genutzt, das Vertrauen in die demokratische Ordnung zu erschüttern - gerade auch mit falschen historischen Analogien. Vor denen sei gewarnt. Auch das ist eine Mahnung des 17. Juni.

Kommen Sie gut durch den Tag

Bettina Schausten, stellvertretende ZDF-Chefredakteurin

Was heute noch wichtig ist

US-Präsident in Erklärungsnot: Bidens Auftritt vor der US-Presse nach dem Treffen geriet zum PR-Desaster - den Journalisten waren die Ergebnisse, die er vortrug, zu wenig - und zu inhaltsleer. ZDF-Korrespondent Elmar Theveßen, erklärt, warum Biden im Vergleich zu Putin eher einen schwachen Auftritt hatte.

Cyberangriffe, Menschenrechte und der Fall Nawalny: Trotz zahlreicher Konfliktthemen haben US-Präsident Joe Biden und Russlands Staatschef Wladimir Putin ihr erstes Gipfeltreffen für eine vorsichtige Annäherung nach monatelanger Eiszeit genutzt.

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"Genfer Treffen ein gutes Zeichen": Außenminister Maas wiederum zeigte sich im Interview mit dem ZDF heute journal "sehr froh, dass das Treffen überhaupt stattgefunden hat".

30 Jahre deutsch-polnischer Vertrag: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reist nach Warschau zu Gesprächen mit seinem polnischen Amtskollegen Andrzej Duda. Offizieller Anlass ist der 30. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrags. Der Besuch Steinmeiers sei "ein Zeichen des die Hand Reichens und gemeinsam nach vorne Blickens" trotz der Schwierigkeiten, die es im Verhältnis der Regierungen gebe, hieß es zuvor aus Kreisen des Bundespräsidialamtes in Berlin. Duda und Steinmeier wollen außerdem mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus beiden Ländern diskutieren.

Grenzpfähle an der deutsch-polnischen Grenze. Symbolbild
Quelle: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

In Deutschland gibt es 3.726.767 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 1.580 dazu. Insgesamt sind 90.757 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Wissenswertes zur Fußball-EM

Italien ist am Mittwoch als erstes Team vorzeitig ins Achtelfinale eingezogen. Die Azzurri besiegten die Schweiz in Gruppe A mit 3:0. Dänemark tritt heute zu seinem zweiten Spiel bei der EM an. Gegner ist in Kopenhagen (18 Uhr/ZDF) Mitfavorit Belgien, das im Gegensatz zu den Dänen mit einem Sieg in die Gruppe B gestartet ist. Wie Belgien gehen auch die Niederlande und Österreich mit drei Punkten aus dem ersten Spiel in ihr direktes Duell in Amsterdam (21 Uhr/ZDF). Beide haben dort wie Belgien schon die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale. Im anderen Spiel der Gruppe C treffen zuvor in Bukarest die Ukraine und Nordmazedonien aufeinander (15.00 Uhr/ZDF).

Alle drei Spiele überträgt das ZDF übrigens live. Im deutschen Lager steht zwei Tage nach dem 0:1 gegen Frankreich auch eine Pressekonferenz an, die ab 12:30 Uhr live auf zdf.de/nachrichten zu sehen ist. Alles rund um die EM gibts hier.

Ein Lichtblick

Infografik: Bahn will Klimaneutralität bis 2040

Gesagt

Eingedenk der leidvollen Vergangenheit richten wir mit diesem Vertrag die Beziehungen Deutschlands und Polens aus auf eine gemeinsame Zukunft in einem Europa des Friedens, der Freiheit und des Rechts, der guten Nachbarschaft und der engen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit. 
Helmut Kohl anläßlich der Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages am 17. Juni 1991

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Die Nachrichten im Video

Kurznachrichten im ZDF - immer auf dem Laufenden

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So wird das Wetter heute

Am Donnerstag scheint überall die Sonne, teils durch dünne Schleierwolken. Am Nachmittag entwickeln sich im Westen einige Quellwolken. Es ist nicht auszuschließen, dass sich daraus im Nordwesten vereinzelt Gewitter entwickeln. Die Temperatur steigt auf 31 bis 36 Grad, auf den Ostseeinseln bei auflandigem Wind auf 26 Grad.

ZDFheuteWetter
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Lukasz Galkowski

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