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Update am Morgen - Astrazeneca: Retten, was zu retten ist

Datum:
Antje Pieper

Guten Morgen,

als ob die Impfgeschwindigkeit in Deutschland nicht sowieso schon schmerzhaft niedrig wäre! Erst zu wenig Impfstoff, dann zu viel Bürokratie und von Anfang an ein Stotterstart bei Astrazeneca: zunächst nur für unter 65-Jährige empfohlen, dann mit kurzem Zwischenstopp für alle.

Ab heute aber gilt: Der Impfstoff wird in der Regel nur noch für über 60-Jährige vorgesehen. Das ist für viele nur noch schwer nachzuvollziehen, der Vertrauensverlust in Astrazeneca war schon zuvor massiv. Manch einer erschien deshalb bisher schon nicht zum Impftermin.

Und jetzt? Selbst der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Professor Mertens, gab gestern in einem ZDFspezial auf meine Frage unumwunden zu: "Ich verstehe den Vertrauensverlust." Doch dann kam der entscheidende Nachsatz:

Allerdings ist er trotzdem ungerechtfertigt. Denn es ist in der Wissenschaft immer so, dass man nur auf der Basis der tatsächlich verfügbaren Ergebnisse etwas entscheiden, etwas beraten und auch etwas bewerten kann. Und das ist in dem Fall genau geschehen.
Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission

Sehen Sie hier das Interview mit dem Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens, im Video.

Beitragslänge:
3 min
Datum:

Für die Impfkampagne in Deutschland war der Tag gestern ohne Frage ein Rückschlag, wie auch Gesundheitsminister Spahn zugab. Schon gestern versuchte man darauf zu reagieren mit der Ankündigung, das Impfen von 60- bis 69-Jährigen vorzuziehen.

Hoffentlich gelingt das dann auch bei der Umsetzung so rasch und flexibel: von der Vergabe von Impfterminen bis zur Einbeziehung der Hausärzte. Vertrauen muss dringend zurückgewonnen werden, nicht nur in den Impfstoff, sondern auch in die Handlungsfähigkeit beim Impfen.

Bleiben Sie gesund!

Antje Pieper, auslandsjournal-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

Was heute noch wichtig ist

Was bringen zwei Wochen "harter Lockdown"? Können zwei Wochen "harter Lockdown", wie vielfach gefordert, die dritte Welle brechen? Spanien und Portugal haben gezeigt, wie es funktionieren kann.

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In Deutschland gibt es 2.808.242 bestätigte Infektionsfälle. Im Schnitt kommen derzeit täglich 17.000 dazu. Insgesamt sind 76.838 Menschen gestorben. (Quelle: Risklayer). Hier erfahren Sie, wie die Corona-Impfungen in Deutschland vorankommen.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Ausführlich informiert

ZDFheute live: Die Gesundheitsminister wollen den Astrazeneca-Impfstoff nur noch für über 60-Jährige verwenden. Kanzlerin Merkel und Gesundheitsminister Spahn erklären das weitere Vorgehen. (21 Min)

Beitragslänge:
21 min
Datum:

ZDFspezial: "Corona-Krise - Wie weiter mit Astrazeneca?" Der Impfstoff von Astrazeneca ist schon wieder von einem Impfstopp betroffen. Der Imageschaden und der Vertrauensverlust in das Vakzin ist enorm. (11 Min)

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Die Proteste in Belarus haben nachgelassen. Ein Grund dafür sei auch der Umgang des Staates mit politischen Gefangenen. "Das ist keine Einschüchterung mehr, sondern Genozid," erzählt der Jazzmusiker Pavel Arakeljan im Interview mit ZDFheute. Wie es weitergeht in seinem Land, hänge auch von den Menschen im Ausland ab.

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2 min
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Wettervorhersage für den 31. März 2021
Quelle: ZDF

Zusammengestellt von Jan Schneider.

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