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Update am Abend : Baerbock in Kiew: Beeindruckt und erschüttert

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ZDFheute Update

Guten Abend,

heute ist das erste Mitglied der Regierung zum Staatsbesuch in der Ukraine angekommen seit der Krieg dort begonnen hat. Annalena Baerbock (Bündnis 90/Grüne) hat die Kiewer Vororte Irpin und Butscha besucht und sich einen Eindruck von der Situation vor Ort verschafft. Dabei zeigte sich die Außenministerin beeindruckt vom Mut der Ukrainer und Ukrainerinnen - und erschüttert anhand der Berichte über Grausamkeiten in den beiden Vororten.

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Butscha und Irpin sind zu Symbolen für die Inhumanität im Ukraine-Krieg geworden. Russische Streitkräfte sollen hier Zivilistinnen und Zivilisten förmlich hingerichtet haben. Allein in Butscha waren nach Abzug der russischen Truppen nach ukrainischen Angaben mehr als 400 Leichen gefunden worden. Teilweise waren die Hände der Menschen hinter dem Rücken zusammengebunden, sie lagen teils tagelang auf den Straßen.

Sie sind ein sehr tapferes Land, und alles, was wir tun können ist, an Ihrer Seite zu stehen.
Annalena Baerbock, Außenministerin

Baerbock versprach in der Ukraine, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden würden. Das sei man den Opfern schuldig. Außerdem nimmt die Deutsche Botschaft in Kiew wieder ihren Dienst auf, wie Baerbock ankündigte. Doch zuerst einmal werde ein "eingeschränkter Betrieb" in "Minimalpräsenz" fortgeführt werden.

Baerbocks Besuch steht auch unter besonderer Beobachtung, weil das deutsch-ukrainische Verhältnis wegen den Reiseplänen zweier Spitzenpolitiker in den vergangenen Wochen verstimmt war: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wollte nach Kiew kommen, wurde aber ausgeladen, Kanzler Olaf Scholz (SPD) war bislang noch nicht dort - in der Ukraine hätte man ihn aber gerne gesehen. Baerbock kommt heute also auch die Aufgabe zu, die Wogen weiter zu glätten. In der Ukraine schaut man sicherlich genau auf sie.

Was heute im Ukraine-Krieg passiert ist

Mehr als tausend Streitkräfte in Stahlwerk: Nach Angaben der ukrainischen Regierung befinden sich im umkämpften Azovstal-Werk in Mariupol noch mehr als tausend Streitkräfte der ukrainischen Armee. Hunderte seien verletzt, die Situation verschlimmere sich täglich. Auch rund hundert zivile Personen seien noch vor Ort.

UN spricht von mehr toten Zivilist*innen: Nach Angaben von Matilda Bogner, Leiterin des UN-Einsatzes zur Beobachtung der Menschenrechtslage in der Ukraine, sind dort während des Kriegs bereits wesentlich mehr Zivilisten und Zivilistinnen getötet worden, als die offiziellen Zahlen von 3.381 belegen.

Was darüber hinaus wichtig ist

Höchststand bei politisch motivierten Straftaten: Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Kriminalfälle, die einen politisch motivierten Hintergrund haben, einen neuen Höchststand erreicht. Laut Bundeskriminalamt stieg ihre Zahl um 23 Prozent an.

EM-Finale 2024 in Berlin: Das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft findet am 14. Juni 2024 in München statt. Das Finale am 14. Juli dann in Berlin. Das hat das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA verkündet.

Mordanklage nach Schüssen auf Polizisten: Nachdem Ende Januar zwei junge Einsatzkräfte in Rheinland-Pfalz erschossen wurden, hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Angeklagt ist ein 38 Jahre alter Mann. Der Fall hatte damals deutschlandweit für Aufsehen gesorgt.

Erderwärmung um 1,5 Grad bis 2026: Die UN warnen, dass das 1,5-Grad-Ziel schon bis 2026 überschritten werden könnte. Die neuen Berechnungen kommen von der britischen Meteorologiebehörde. Der WMO-Generalsekretär wertet die Schätzungen als "sehr zuverlässig".

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Grafik des Tages

Antisemitismus empfinden viele Menschen in Deutschland als weit verbreitet, so eine Befragung des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des American Jewish Committee (AJC). Demnach haben schon etwas über vierzig Prozent Diskussionen miterlebt, bei denen Vorurteile gegenüber Jüdinnen und Juden zum Vorschein kamen.

Grafik: Antisemitismus in Deutschland weit verbreitet
Quelle: ZDF

Weitere Schlagzeilen

Zahl des Tages

Was würden Sie 195 Millionen machen? So viel Geld erzielte Andy Warhols Porträt von Marilyn Monroe bei einer Auktion - damit hat es einen neuen Rekord für das teuerste Kunstwerk des 20. Jahrhunderts aufgestellt. "Shot Sage Blue Marilyn" entstand in 1964 und basiert auf einem Foto der weltberühmten Schauspielerin und Sängerin. Ersteigert wurde es von einem US-amerikanischen Kunsthändler.

Grafik: Teuerstes Kunstwerk des 20. Jahrhunderts - Warhols Monroe-Porträt
Quelle: ZDF

Gesagt

Vor 89 Jahren wurden auf dem damaligen Berliner Opernplatz Bücher verbrannt, die die Nationalsozialisten für "undeutsch" hielten. Darunter waren viele Werke bekannte Autorinnen und Autoren - unter anderem auch von Erich Kästner, der selbst bei der Bücherverbrennung in Berlin anwesend war.

Erinnerung an NS-Bücherverbrennungen
Quelle: ZDF/RDB/Getty Images

Streaming-Tipps für den Feierabend

Agatha war PR-Managerin - jetzt lebt sie auf dem britischen Land und versucht sich als Hobby-Detektivin. Die vierte Staffel der britischen Comedy-Serie "Agatha Raisin" folgt ihr dabei durch allerlei Irrungen und Wirrungen und beleuchtet Kriminalfälle, in die die resolute Agatha sich immer wieder aufs Neue stürzt.

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Datum:

Agatha Raisin, Staffel vier mit acht Folgen à 45 bis 50 Minuten, online verfügbar bis 6.6.2022.

Ein Dasein als Hochstapler wäre den meisten Menschen vermutlich zu anstrengend. Frédéric Bourdin dagegen änderte seine Identität nicht nur einmal, sondern gleich 500 mal. Was geht im Kopf solcher Menschen vor? Dieser Frage geht die Reihe "Im Kopf der Hochstapler" nach, die die Wahrheiten hinter außergewöhnlichen Betrugsfällen der vergangenen Jahre nachgehen.

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44 min
Datum:

Im Kopf der Hochstapler, sechs Folgen à 44 Minuten, online verfügbar bis 17.5.2022.

Genießen Sie Ihren Abend!

Anna Grösch und das gesamte ZDFheute-Team

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