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Update am Abend - Ein Streik, der wehtut

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ZDFheute Update

Guten Abend,

95 Prozent sind für einen Streik - hätte man statt der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) die in die Ferien reisenden Bundesbürger*innen gefragt, hätte das Ergebnis wohl anders ausgesehen. So ist es beschlossen - ab heute Abend 19 Uhr geht es los mit dem Streik, erstmal ist nur der Güterverkehr betroffen. Weiter geht es aber mit dem gesamten Zugverkehr: Ab Mittwochmorgen, 2 Uhr bis Freitag, 2 Uhr. Nur ungefähr jeder vierte geplante Fernzug der Deutschen Bahn soll fahren, beim Regionalverkehr werde das ebenfalls sehr eingeschränkte Angebot regional sehr stark schwanken, teilte das Unternehmen mit. Der Ersatzfahrplan für den Fernverkehr soll ab heute in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und in der App DB Navigator abrufbar sein.

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Ein so kurzfristiger Streik - die GDL will offenbar, dass es richtig weh tut. Nach den Worten ihres Chefs Claus Weselsky soll eine Nullrunde im laufenden Jahr nicht akzeptiert werden, zudem verlangt die GDL eine deutliche Corona-Prämie und Einkommenssteigerungen von 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten. Und es tut richtig weh: Nach der Corona-Krise und mit hohen Flutschäden macht ein Streik die Hoffnung auf Aufschwung durch die Reisezeit erstmal zunichte.

Aber was der Bahn wehtut, schmerzt auch das Klima: Wie viele werden in den nächsten Tagen jetzt ihre Reise ins Auto verlegen? Wie viele ärgern sich, nicht doch lieber ein Flugticket gekauft zu haben, Corona hin oder her? Ein zuverlässiges Bahnangebot war wohl nie wichtiger als jetzt, wenn man an den alarmierenden Weltklimabericht denkt, der gestern vorgestellt wurde. Es gilt also nicht nur, diesen Streik zu beenden - sondern vor allem den Streit, der dahintersteckt.

Hessen, Frankfurt/Main: Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), spricht während einer Pressekonferenz in der GDL-Hauptgeschäftsstelle.
FAQ

Streik bei der Bahn - Worum es der Lokführergewerkschaft geht 

Die GDL hat ihre Mitglieder zu Streiks aufgerufen. Der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer geht es dabei um mehr als bloß das Gehalt - es geht um ihre Bedeutung bei der Bahn.

von Hansjürgen Piel

Aktuelle Corona-Fälle in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut meldet heute 2.480 Neuinfektionen, die Inzidenz liegt bei 23,5. Unsere Karte zeigt, wie es in Ihrem Landkreis aussieht.

In Deutschland sind bisher 62,5 Prozent mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. 55,1 Prozent sind vollständig geimpft. Hier erfahren Sie, wie es in Ihrem Bundesland aussieht.

Weitere Zahlen und aktuelle Grafiken zur Verbreitung des Coronavirus weltweit finden Sie unter dem Link.

Was sonst noch wichtig ist

Das sind die Bund-Länder-Pläne zu Corona: Das deutschlandweite Angebot der kostenlosen Bürgertests soll zum 11. Oktober wegfallen. Die Tests sollen weiterhin für Menschen gratis sein, die nicht geimpft werden können oder für die es keine allgemeine Impfempfehlung gibt wie für Schwangere oder Unter-18-Jährige. Für Veranstaltungen in Innenräumen gilt die "3G-Regel" - Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. "Die epidemische Notlage ist noch nicht vorbei", sagte Merkel. Die AHA-Regel und die Maskenpflicht bleiben daher bestehen.

30 Milliarden Hilfen für Hochwassergebiete: Bund und Länder haben vereinbart, einen Fluthilfefonds von 30 Milliarden Euro bereitzustellen. Die Aufbaumaßnahmen allein der Länder werden im Beschluss von Kanzlerin Angela Merkel und der Ministerpräsidenten vom Dienstag mit 28 Milliarden Euro beziffert. Diese wollen Bund und Länder je zur Hälfte finanzieren.

Euböa: Kampf gegen die Flammen geht weiter: Der Kampf gegen die Brände im Mittelmeerraum ist noch nicht vorbei. Auf der griechischen Insel Euböa spielten sich am Montag dramatische Szenen ab, dort brannte es die achte Nacht in Folge. Mehrere Ortschaften wurden evakuiert. Die kommenden Tage sollen weiter extreme Hitze bringen.

Alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise lesen Sie jederzeit in unserem Liveblog.

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Grafik des Tages

Die Inzidenz steigt diesen Sommer schneller als im Sommer 2020.
Quelle: ZDF

Die Corona-Zahlen steigen in diesem Sommer früher und schneller als noch 2020. Zum einen liegt das an den weniger starken Maßnahmen als letztes Jahr, zum anderen sind wir mit höheren Zahlen in den Sommer gestartet. Doch eine höhere Inzidenz hat wegen der Impfungen nicht dieselben Auswirkungen wie noch im vergangenen Jahr. Bereits während der dritten Welle konnten viele Todesfälle verhindert werden. 

Weitere Schlagzeilen

Ein Lichtblick

Wie ein großer Drache schwebte er einst über den Weiten Australiens: Forscher der University of Queensland haben einen Flugsaurier entdeckt, der vor Millionen Jahren den Fünften Kontinent bevölkerte und eine Flügelspannweite von bis zu sieben Metern hatte. Es handelt sich um das größte fliegende Reptil, das nach heutigem Stand je in Australien gelebt habe.

Eine künstlerische Darstellung des Flugsauriers.
Quelle: Adobe stock/University of Queensland/dpa

Zahl des Tages

Mehr als eine Million der 12- bis 17-Jährigen haben mittlerweile eine erste Impfung erhalten, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag auf Twitter mitteilte. Dies entspricht nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 22,5 Prozent dieser Altersgruppe.

Gesagt

Ich gehe davon aus, ab Mitte Oktober wird das kostenlose Angebot aufgehoben. Dann hat ab jetzt jeder acht Wochen Zeit, sich impfen zu lassen. Wer dieses Angebot leider nicht in Anspruch nimmt, der muss dann für Tests auch bezahlen.
Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin (SPD)

Kurz vor dem Start der Bund-Länder-Konferenz hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bestätigt, dass es ab Mitte Oktober keine kostenlosen Corona-Schnelltests mehr geben soll. Ausgenommen sind Menschen, die sich nicht impfen lassen können, etwa Schwangere.

Streaming-Tipps für den Feierabend

Noch immer werden viele LGBTQ-Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Opfer von Gewalt. Nicht nur in konservativen Ländern, auch in liberalen Demokratien kommt es oft zu Übergriffen. ZDFinfo zeigt in der Doku "Verhasste Liebe - Homophobie weltweit" Beispiele aus Frankreich, Tunesien und den USA. (43 Minuten)

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Braunkohle - einst Energiemotor der DDR und bis heute wichtigster Arbeitgeber in der Lausitz. 2038 ist spätestens Schluss. Arbeitslosenhilfe, Umschulung, Hartz IV? 37 Grad zeigt in "Abgebaggert - Leben ohne Kohle" den Kampf der Menschen um ihre Zukunft.

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43 min
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Genießen Sie Ihren Abend!

Meike Hickmann und das gesamte ZDFheute-Team

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