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Update am Morgen - Verwüstetes Beirut: Ein Land trauert

Datum:
Antje Pieper

Guten Morgen,

die Welt schaut heute nach Beirut. Eine gewaltige Explosion hat die Hauptstadt des Libanon gestern Abend erschüttert. Mindestens 73 Menschen sind dabei gestorben. Es gibt Tausende Verletzte. Die Krankenhäuser können bei weitem nicht alle behandeln, müssen Menschen abweisen oder zur Behandlung in die Vororte schicken. "Es ist eine Katastrophe im wahrsten Sinne des Wortes", sagte Gesundheitsminister Hamad Hassan beim Besuch eines Hospitals. Der Oberste Verteidigungsrat des Landes erklärte die Stadt zur "Katastrophenzone". Die Libanesen trauern - um die Toten, mit ihren Angehörigen, angesichts einer verwüsteten Stadt.

Wie konnte das passieren? Die Details, die Ursachen - auch am Morgen danach bleiben sie unklar. Laut Ministerpräsident Hasan Diab waren 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat detoniert. Das Material sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen. Weshalb es explodierte, war ungewiss. Ammoniumnitrat kann zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden.

Nach zwei gewaltigen Explosionen ist Beirut im Schockzustand. "Es wurden mehr Patienten eingeliefert, als wir behandeln können.", sagt der Arzt Saad El Zein. Über die Ursache der Katastrophe gibt es widersprüchliche Angaben.

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Dabei trifft die Explosion ein Land, das ohnehin in Aufruhr ist. Seit Monaten gibt es Demonstrationen gegen Misswirtschaft, gegen schlechte staatliche Dienstleistungen. "Und die könnten zusätzlichen Schub bekommen, wenn sich herausstellt, dass dort unsachgemäß oder unsicher hochexplosive Materialen gelagert wurden", schreibt ZDFheuteCheck-Redakteur Nils Metzger.

Wie sich die Lage heute entwickeln wird, erfahren Sie unter anderem in diesem Überblick: Was wir bislang über die Explosion in Beirut wissen.

Einen schönen Tag und viel Spaß beim Weiterlesen wünscht Ihnen

Antje Pieper, "auslandsjournal"-Moderatorin und stellvertretende ZDF-Politikchefin

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ZDFheuteWetter - Mittwoch - 05.08.2020
Quelle: ZDF
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